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Gegenwart ab 1945
 

 
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Johannisburg in Ostpreußen

 
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Neuere Geschichte in Zahlen 1945-1999

 

Gegenwartsgeschichte

Die Nachkriegszeit bis zur Gegenwart. (1945-1999)

17. September 1945
Beim ersten Kriegsverbrecherprozess auf deutschem Boden werden 11 SS-Angehörige als Wachen des Konzentrationslagers Bergen-Belsen zum Tode verurteilt.

19. September 1945
In der amerikanischen Besatzungszone werden die Länder Bayern, Groß-Hessen und Württemberg-Baden gegründet.

22. September 1945
Radio Hamburg, der Rundfunksender der britischen Militärregierung, wird zum Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR).

27. September 1945
In Berlin erscheint die erste Ausgabe des Tagesspiegels.

24. Oktober 1945
Gründung der UNO in New York durch 51 Nationen als Nachfolger des Völkerbundes.

16. November 1945
Für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der Atomenergie wird Otto Hahn nachträglich der Chemienobelpreis für 1944 zuerkannt.

20. November 1945
Die "Nürnberger Prozesse" zur Verfolgung nationalsozialistischer Kriegsverbrechen beginnen mit dem Prozess gegen 24 Hauptkriegsverbrecher.

27. November 1945
Die amerikanische Wohlfahrtorganisation CARE wird gegründet.

14. Dezember 1945
Gründung der Christlich-Demokratischen Union (CDU).

1946
Gründung des Bundeslandes Niedersachsen.

10. Januar 1946
In London tritt die erste UN-Vollversammlung zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen.

2. Februar 1946
Ungarn erklärt sich zur Republik.

15. Februar 1946
In der britischen Besatzungszone wird ein Zonenbeirat gegründet, der die Militärregierung auf "allen Gebieten des öffentlichen Lebens" berät.

5. März 1946
Winston Churchill prägt in einer Rede den Begriff "Eiserner Vorhang".

7. März 1946
In der sowjetisch besetzten Zone wird die Freie Deutsche Jugend (FDJ) unter dem Vorsitz von Erich Honecker gegründet.

22. April 1946
In Ost-Berlin endet der Einigungsparteitag der SPD und der KPD mit dem Zusammenschluss zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED).  

22. Mai 1946
In Mainz wird die Johannes-Gutenberg-Universität wiedereröffnet. Sie knüpft an die Tradition der 1477 gegründeten kurfürstlichen Hochschule an.

25. Mai 1946
Der alliierte Militärgouverneur verfügt den sofortigen Stopp der Demontage deutscher Industrieanlagen.

6. Juni 1946
Die US-amerikanische Militärregierung in Deutschland schließt einen Vertrag mit der Hilfsorganisation "Cooperative for American Remittance to Europe" (CARE) ab, die mit der Ausgabe von Lebensmittelpaketen der Not leidenden deutschen Bevölkerung hilft.

30. Juni 1946
Die USA starten ihre Atomtests auf dem Bikini-Atoll im Südpazifik.

22. Juli 1946
Die ersten rund 3.000 von der Sowjetunion freigelassenen deutschen Kriegsgefangenen treffen im Lager Gronefeld bei Frankfurt ein.

20. August 1946
Der Alliierte Kontrollrat in Deutschland erlässt ein Gesetz, durch das die deutsche Wehrmacht offiziell für aufgelöst erklärt wird.

23. August 1946
Mit der Verordnung Nr. 46 gibt die britische Militär-Regierung die Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen bekannt.

30. August 1946
Durch Verordnung der französischen Militärregierung wird aus den Regierungsbezirken Koblenz, Trier, Montabaur, Mainz und der Pfalz das Land Rheinland-Pfalz gebildet.

25. September 1946
Im sowjetischen Internierungslager Sachsenhausen stirbt der Schauspieler Heinrich George.

1. Oktober 1946
Im Nürnberger Hauptkriegsverbrecher Prozess werden zwölf hohe NS-Funktionäre und Militärs zum Tode verurteilt. Sieben erhalten lange oder lebenslängliche Haftstrafen.

29. Oktober 1946
Erstmals seit 1939 findet in Deutschland eine Volkszählung statt.

1. November 1946
Mit der Verordnung Nr. 55 der britischen Militärregierung werden die alten Länder Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Schaumburg-Lippe zum neuen Land Niedersachsen vereinigt.

14. November 1946
Hermann Hesse wird der Nobelpreis für Literatur zuerkannt.

22. Dezember 1946
Frankreich trennt durch Errichtung von Zollgrenzen das besetzte Saargebiet wirtschaftlich vom übrigen Deutschland ab.

31. Dezember 1946
US-Präsident Harry S. Truman erklärt den Zweiten Weltkrieg offiziell für beendet.

4. Januar 1947
Erste Ausgabe des Magazins "Der Spiegel" erscheint in Hamburg. Herausgeber ist Rudolf Augstein.

3. Februar 1947
Die CDU nimmt das Ahlener Programm an.

10. Februar 1947
Die alliierten Siegermächte schließen Friedensverträge mit den ehemaligen europäischen Verbündeten des Dritten Reiches.

27. Februar 1947
Die ersten deutschen Kriegsgefangenen aus Australien treffen in Cuxhaven ein.

18. April 1947
Britische Truppen sprengen mit 6.700 Tonnen Munition einen Teil der Nordseeinsel Helgoland. Die Operation "Big Bang" gilt als die bis dahin größte Sprengung mit konventionellen Mitteln.

20. April 1947
In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen finden die ersten Landtagswahlen statt.

5. Juni 1947
US-Außenminister George C. Marshall schlägt ein Wirtschaftsaufbauprogramm für Europa vor, in das auch Deutschland einbezogen werden soll (Marshall-Plan).

24. September 1947
Der alliierte Kontrollrat für Deutschland beschließt, auf Grund des Kleingeldmangels neue Münzen prägen zu lassen.

14. Oktober 1947
Der US-Pilot Charles Yeanger durchbricht mit dem Düsenflugzeug X-1 als Erster die Schallmauer.

30. November 1947
Die UN-Generalversammlung stimmt für die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat. Jüdische Vertreter nehmen den Plan an, die Araber lehnen ihn ab.

27. Dezember 1947
Die Weltbank wird in New Hampshire gegründet.

3. Januar 1948
Im Saarland wird der französische Franc als Währung eingeführt.

25. Februar 1948
Die Max-Planck-Gesellschaft wird in Göttingen gegründet.

1. März 1948
In Frankfurt/Main wird die Bank Deutscher Länder, die Vorgängerin der späteren Bundesbank, gegründet.

20. März 1948
Die Sowjetunion verlässt den alliierten Kontrollrat und besiegelt damit die Spaltung Deutschlands.

31. März 1948
Der US-Kongress verabschiedet das Gesetz über den Marshall-Plan zum Wiederaufbau Europas.

3. April 1948
Harry S. Truman unterzeichnet das milliardenschwere Marshallplan-Gesetz zur Beseitigung von Kriegsschäden in Europa.

10. April 1948
In Nürnberg werden im so genannten Einsatzgruppenprozess 14 ehemalige SS-Führer zum Tode verurteilt.

17. April 1948
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC) zum Wiederaufbau Nachkriegseuropa wird gegründet.

14. Mai 1948
Der israelische Ministerpräsident und Verteidigungsminister David Ben-Gurion proklamiert den Staat Israel.

15. Mai 1948
Arabische Staaten greifen das am Tag zuvor gegründete Israel an.

19. Juni 1948
In den westlichen Besatzungszonen tritt das Gesetz zur Neuordnung des deutschen Geldwesens in Kraft. Die Reichsmark wird durch die Deutsche Mark ersetzt.

20. Juni 1948
Währungsreform. In den drei West-Zonen Deutschlands wird die D-Mark eingeführt.

24. Juni 1948
Die sowjetische Militäradministration unterbricht den gesamten Landverkehr aus den Westzonen nach Berlin, um gegen die Währungsreform in den Westzonen zu protestieren. Die Westalliierten richten in Reaktion darauf die Luftbrücke zur Versorgung von West-Berlin ein.

26. Juni 1948
Der US-Militärgouverneur in Deutschland, General Lucius D. Clay ordnet die Versorgung Berlins mit Lebensmitteln über eine Luftbrücke an.

31. Juli 1948
Vor dem US-Militärgericht in Nürnberg werden die Urteile im Krupp-Prozess verkündet. Alfred Krupp von Bohlen und Halbach wird zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt.

13. August 1948
Die Ministerpräsidenten der drei Westzonen bestimmen Bonn zum Sitz des parlamentarischen Rates.

5. September 1948
In Paris stellt Frankreichs designierter Ministerpräsident Robert Schumann sein neues Kabinett vor.

28. Oktober 1948
In Nürnberg werden 11 Generäle und Offiziere der deutschen Wehrmacht wegen Verbrechen gegen den Frieden und die Menschlichkeit zu Haftstrafen von drei Jahren bis lebenslänglich verurteilt.

4. Dezember 1948
Die Freie Universität (FU) Berlin wird feierlich eröffnet.

7. Dezember 1948
Nach der Teilung Berlins wird Ernst Reuter (SPD) zum Oberbürgermeister West-Berlins gewählt.

9. Dezember 1948
Die UN-Vollversammlung verpflichtet ihre Mitgliedsstaaten zur strafrechtlichen Verfolgung von Völkermord.

10. Dezember 1948
Die UN-Vollversammlung verabschiedet die internationale Deklaration der Menschenrechte.

11. Dezember 1948
Die Freie Demokratische Partei (FDP) wird am 11./12. Dezember in Heppenheim an der Bergstraße gegründet.

13. Dezember 1948
In der sowjetischen Zone beschließt der Zentralrat der Freien Deutschen Jugend (FDJ) die Bildung der "Organisation der jungen Pioniere", die ab 1952 den Namen der Pionierorganisation "Ernst Thälmann" tragen wird.

29. Dezember 1948
Jugoslawiens Staatschef Tito kündigt einen eigenen Weg zum Sozialismus an.

1949
Gründung der Deutschen Bundesrepublik (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).

10. Januar 1949
Der britische Militärgouverneur, General Brian Robertson, verbietet die Einfuhr der von den Sowjetbehörden lizenzierten Zeitungen, Bücher und Filme in deutscher Sprache in die britische Besatzungszone.

14. Januar 1949
Die Berliner Stadtverordneten-Versammlung bestätigt Ernst Reuter (SPD) im Amt des Oberbürgermeisters.

17. Januar 1949
Dei drei Westalliierten bilden für die Westzonen Deutschlands ein militärisches Sicherheitsamt, das die Abrüstung und Entmilitarisierung gewährleisten soll. 

25. Januar 1949
Die UdSSR, Polen, Die Tschechoslowakei, Ungarn, Bulgarien, und Rumänien gründen den "Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW oder Comecon). Der RGW wird 1991 aufgelöst. 

4. April 1949
Gründung der Nato. Zwölf Staaten unterzeichnen in Washington den Nordatlantikvertrag.

8. April 1949
Die Außenminister der Westalliierten einigen sich in Washington auf ein Besatzungsstatut für Westdeutschland sowie ein Abkommen über die Vereinigung der drei Westzonen.

5. Mai 1949
In London unterzeichnen 10 Staaten die Satzung des Europarates.

8. Mai 1949
Der Parlamentarische Rat in Bonn billigt den Entwurf des Grundgesetzes.

10. Mai 1949
Der Parlamentarische Rat einigt sich auf Bonn als vorläufige Hauptstadt der Bundesrepublik.

11. Mai 1949
Israel wird als 59. Mitglied in die Vereinten Nationen (UN) aufgenommen.

12. Mai 1949
Die Sowjetunion beendet nach elf Monaten die Blockade Berlins.

20. Mai 1949
Der bayrische Landtag lehnt das Grundgesetz für die Bundesrepublik ab, erkennt jedoch dessen Rechtsverbindlichkeit für Bayern an.

Bundesrepublik Deutschland

23. Mai 1949
In Bonn wird das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verkündet. Es tritt am Tag darauf in Kraft.

29. Mai 1949
Der deutsche Volkskongress in der Sowjetzone nimmt die Verfassung für eine "deutsche demokratische Republik" an.

24. Juli 1949
Thomas Mann kehrt nach 16 Jahren Exil nach Deutschland zurück. Anlass ist die Verleihung des Frankfurter Goethe-Preises.

3. August 1949
Der Europarat wird offiziell gegründet. Die zehn Gründungsmitglieder hinterlegen im Londoner Außenministerium die Ratifizierungsurkunden.

12. August 1949
Das Genfer Abkommen zum Schutz der Zivilbevölkerung und der Kriegsopfer wird unterzeichnet.

14. August 1949
In der Bundesrepublik finden die Wahlen zum ersten Bundestag statt. Die CDU/CSU mit ihrem Spitzenkandidaten Konrad Adenauer geht als Sieger daraus hervor.

18. August 1949
Die Nachrichtenagenturen der drei westdeutschen Besatzungszonen sowie die Agenturen dpd, dena, und Süddeutsche Nachrichtenagentur schließen sich zur Deutschen Presse-Agentur (dpa) zusammen.

29. August 1949
Die UdSSR zündet ihre erste Atombombe.

7. September 1949
In Bonn konstituieren sich Bundesrat und Bundestag. Zum ersten Bundestagspräsidenten wird Erich Köhler (CDU) gewählt, erster Bundesratspräsident wird Karl Arnold (CDU).

15. September 1949
Konrad Adenauer (CDU) wird zum ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

20. September 1949
Konrad Adenauer stellt in Bonn sein Koalitionskabinett vor.

21. September 1949
In der Bundesrepublik tritt das Besatzungsstatut in Kraft, das Bund und Ländern Gesetz gebende, vollziehende und Recht sprechende Gewalt gewährt.

23. September 1949
Es wird bekannt, daß die Sowjetunion bereits im August ihren ersten atomaren Sprengsatz gezündet hatte. Das amerikanische Atomwaffenmonopol ist damit aufgehoben.

8. Oktober 1949
In Frankfurt wird das Abkommen über den Interzonenhandel unterzeichnet, die erste innerdeutsche Vereinbarung seit Gründung der beiden deutschen Staaten.

11. Oktober 1949
Wilhelm Pieck (SED) wird zum Präsidenten der DDR gewählt.

13. Oktober 1949
16 Gewerkschaftsbünde der amerikanischen, britischen und Französischen Besatzungszone schließen sich zum Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zusammen, erster DGB-Vorsitzender wird Hans Böckler.

31. Oktober 1949
Die Bundesrepublik wird Mitglied des Europäischen Wirtschaftsrates (OEEC).

1. November 1949
Die erste Ausgabe der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erscheint.

3. November 1949
Der Bundestag entscheidet sich mit 200 gegen 179 Stimmen für für Bonn als Sitz von Bundestag und Bundesregierung.

5. November 1949
Der Ministerrat beschließt, dass "Auferstanden aus Ruinen" Nationalhymne der DDR werden soll.

27. Dezember 1949
Die Niederlande entlassen ihre Kolonie Indonesien nach fast 350 Jahren in die uneingeschränkte Unabhängigkeit.

7. Oktober 1949
Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) wird gegründet.

1. November 1949
Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) erscheint zum ersten Mal.

27. Dezember 1949
Der Nobelpreisträger Albert Einstein veröffentlicht in der New York Times seine erweiterte Theorie über die Gravitation.

8. Februar 1950
Die DDR-Volkskammer beschließt das Gesetz zur Bildung des Ministeriums für Staatssicherheit ("Stasi").

1. März 1950
In der Bundesrepublik Deutschland wird die Rationierung von Lebensmitteln aufgehoben.

9. Mai 1950
Der französische Außenminister Robert Schumann schlägt die Bildung einer "Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl" vor.

9. Juni 1950
Die ARD wird gegründet.

25. Juni 1950
Mit dem Einmarsch nordkoreanischer Truppen in Südkorea beginnt der Koreakrieg.

6. Juli 1950
Die DDR erkennt die Oder-Neiße-Linie als Grenze an.

4. August 1950
Die Stadtverordnetenversammlung von Berlin (West) billigt einstimmig die neue Verfassung der Stadt.

13. September 1950
In der Bundesrepublik findet das erste Mahl eine Volkszählung statt.

16. März 1951
Der Bundesgrenzschutz (BSG) wird per Bundesgesetz ins Leben gerufen.

28. März 1951
In Ost-Berlin werden fünf mit amerikanischen Passagieren besetzte Busse, die auf einer Besichtigungsfahrt den sowjetischen Sektor am Potsdamer Platz verlassen wollten, von Volkspolizisten beschossen.

10. April 1951
Der Bundestag verabschiedet mit den Stimmen von CDU, SPD und Zentrum das Gesetz über die Montanmitbestimmung.

18. April 1951
Sechs europäische Staaten, darunter die Bundesrepublik, gründen die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Mit der Montanunion wird die erste europäische Gemeinschaft gebildet.

1. Mai 1951
Der vom CIA finanzierte Sender "Radio Free Europe" nimmt seinen Betrieb in München auf. Er dienst als ideologische Waffe im Kalten krieg.

21. Juni 1951
Die Bundesrepublik wird in die UNESCO aufgenommen.

13. Juli 1951
Frankreich beendet den Kriegszustand mit Deutschland.

4. August 1951
Das Kraftfahrt-Bundesamt mit Sitz in Flensburg wird mit der Unterzeichnung eines entsprechenden Gesetzes gegründet.

31. August 1951
Die erste deutsche Langspielplatte mit 33 1/3 Umdrehungen in der Minute wird auf der Deutschen Musikmesse in Düsseldorf vorgestellt.

1. September 1951
Die DDR führt eine Autobahn-Benutzungsgebühr für Westdeutsche und West-Berliner Kraftfahrer ein.

8. September 1951
Die USA und 48 weitere Staaten schließen in San Francisco Frieden mit dem ehemaligen Kriegsgegner Japan Das Land wird aus amerikanischer Militärherrschaft in die Souveränität entlassen.

28. September 1951
Das Bundesverfassungsgericht nimmt seine Arbeit auf.

19. Oktober 1951
Der US-Kongress in Washington erklärt den Kriegszustand zwischen den USA und Deutschland für beendet.

17. November 1951
In Hannover wird der "Bund der vertriebenen Deutschen" gegründet. Erster Vorsitzender der 10 Millionen Mitglieder starken Vereinigung wird Linus Kather (1893-1983).

3. Dezember 1951
Konrad Adenauer besucht als erstes deutsches Staatsoberhaupt seit 20 Jahren Großbritannien.

24. Januar 1952
Das Mutterschaftsgesetz tritt in der Bundesrepublik in Kraft.

1. März 1952
Helgoland wird von den Briten an die Bundesrepublik zurückgegeben.

24. Juni 1952
Die erste Ausgabe der "Bild-Zeitung" erscheint.

10. Juli 1952
Die SED beschließt den Aufbau der Nationalen Volksarmee.

23. Juli 1952
In der DDR werden die fünf Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg aufgelöst und durch 14 Verwaltungsbezirke und den Ostteil Berlin ersetzt.

23. Juli 1952
Der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Montanunion) tritt in Kraft.

23. Oktober 1952
Das Bundesverfassungsgericht verbietet die neonazistische "Sozialistische Reichspartei" (SRP).

1. November 1952
Die USA zünden die erste Wasserstoffbombe auf einem Atoll der Marshallinseln im Pazifik.

21. Dezember 1952
Das DDR-Fernsehen mit Sitz in Berlin-Adlershof beginnt mit der Ausstrahlung eines täglichen Versuchsprogramms.

7. Januar 1953
US-Präsident Harry S. Truman verkündet, dass die Vereinigten Staaten eine Wasserstoffbombe entwickelt haben.

1. Februar 1953
Eine Springflut verwüstet Küstengebiete in England und den Niederlanden, Deiche brechen, 100.000 Menschen werden evakuiert, 1835 sterben.

4. Februar 1953
Auf Beschluss des Bundestages wird die Werbung für die Fremdenlegion in Deutschland unter Strafe gestellt.

25. März 1953
Der Bundestag verabschiedet das Bundesvertriebenengesetz.

8. April 1953
Die letzten noch von französischen Truppen besetzten Teile der Stadt Kehl werden an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben.

3. Mai 1953
Bundespräsident Theodor Heuss eröffnet den Kurzwellensender "Deutsche Welle". Damit ist zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg wieder ein deutscher Rundfunksender weltweit zu empfangen.

10. Mai 1953
Auf Beschluss der DDR-Regierung wird die Stadt Chemnitz in Karl-Marx-Stadt umbenannt. 1990 erhält sie wieder ihren alten Namen.

2. Juni 1953
Elisabeth II. wird in der Londoner Westminster Abtei zur Königin von Großbritannien gekrönt.

17. Juni 1953
Aufstand der Arbeiter in der Ostzone.

27. Juli 1953
Mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens von Panumjom wird der Koreakrieg beendet.

31. Juli 1953
Die preußischen Kronjuwelen werden in der Nacht zum 31. Juli aus der Burg Hohenzollern bei Hechingen gestohlen. Der Täter wird einige Monate später gefasst.

3. September 1953
Die europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten tritt in Deutschland in kraft.

17. September 1953
Der Axel-Springer-Verlag übernimmt die Tageszeitung " Die Welt", das bisherige Organ der britischen Besatzungsbehörde in der Bundesrepublik.

1954
Deutschland wird Fußballweltmeister.

29. Januar 1954
Der britische Außenminister Robert Anthony Eden legt auf der Berliner Viermächtekonferenz seinen Plan zur Wiedervereinigung Deutschlands vor.

7. Februar 1954
Jungfernflug des amerikanischen Jagdflugzeuges "Starfighter" (Lockheed F-104).

25. März 1954
Die Sowjetunion erkennt die Souveränität der DDR an.

26. März 1954
Durch eine Grundgesetzänderung werden die rechtlichen Voraussetzungen für den Aufbau der Bundeswehr geschaffen.

17. Mai 1954
Der Oberste Gerichtshof der USA erklärt die Rassentrennung an öffentlichen Schulen für verfassungswidrig.

25. Juni 1954
Der Bundestag verabschiedet ein neues Wahlgesetz, mit dem die Fünf-Prozent-Hürde gegen die "Zersplitterung" des Parlaments eingeführt wird.

2. Oktober 1954
Auf der Londoner Neunmächtekonferenz bekennt sich die Bundesrepublik zu einer Politik nach den Grundsätzen der Vereinten Nationen.

23. Oktober 1954
In Paris enden die Konferenzen der Westalliierten und der Bundesrepublik über eine Neuordnung in Westeuropa mit der Einladung an Bonn, der NATO beizutreten.

30. Dezember 1954
Die Französische Nationalversammlung erteilt den sogenannten Pariser Verträgen ihre Zustimmung.

25. Januar 1955
Als letzte Besatzungsmacht erklärt die Sowjetunion den Kriegszustand mit Deutschland für beendet.

27. Februar 1955
Der Bundestag stimmt den Pariser Verträgen zu, die das Besatzungsregime aufheben und die Aufnahme der Bundesrepublik in die NATO vorsehen.

13. April 1955
In den USA wird ein Impfstoff gegen die Kinderlähmung freigegeben.

9. Mai 1955
Die Bundesrepublik wird Mitglied der Nato.

14. Mai 1955
Die osteuropäischen Staaten und die DDR gründen in Warschau den Warschauer Pakt als politisches und militärisches Gegenstück zur NATO.  

15. Mai 1955
Österreich erhält unter Verpflichtung auf die Neutralität die volle Souveränität zurück. Seit Kriegsende galt ein Vier-Mächte Status.

18. August 1955
Der Ministerrat der DDR ordnet die Bildung von "Produktionsgenossenschaften des Handwerks" (PGH) an.

13. September 1955
Als Verhandlungsergebnis zwischen Bundeskanzler Adenauer und der sowjetischen Führung wird der Beschluß über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen bekannt gegeben.

23. September 1955
Mit den "Hallstein-Doktin" begründet die Bonner Regierung den Alleinvertretungsanspruch für das deutsche Volk.

12. November 1955
Bundesverteidigungsminister Theodor Blank (CDU) überreicht den ersten 101 Freiwilligen der Bundeswehr die Ernennungsurkunde.

24. November 1955
Walter Ulbricht wird erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR.

20. Dezember 1955
Bundesrepublik unterzeichnet mit Italien Vertrag über erste Gastarbeiter.

14. Januar 1956
Im Grenzort Herleshausen treffen die letzten Kriegsgefangenen ein, die in der UdSSR wegen Kriegsverbrechen verurteilt und nicht amnestiert worden waren.

17. Januar 1956
Die Volkskammer der DDR beschließt die Schaffung der Nationalen Volksarmee (NVA) und des "Ministeriums für Nationale Verteidigung". Willi Stoph wird erster Verteidigungsminister der DDR.

21. Februar 1956
Die Bundesrepublik Deutschland wird Mitglied der Europäischen Wirtschaftskommission des Wirtschafts- und Sozialrates der UN.

25. Februar 1956
Nikita Chruschtschow enthüllt in einer Geheimrede die Verbrechen seines Vorgängers Stalin

29. April 1956
Die erste Ausgabe der Sonntagszeitung "Bild am Sonntag" wird ausgeliefert.

20. Mai 1956
Amerikaner testen erste Wasserstoffbombe über dem Bikini-Atoll.

28. Juni 1956
Polnisches Militär schlägt den Arbeiteraufstand in Posen blutig nieder.

7. Juli 1956
Der Deutsche Bundestag verabschiedet das Wehrpflichtgesetz.

26. Juli 1956
Der italienische Luxusliner "Andrea Doria" sinkt nach einer Kollision.

17. August 1956
Nach einem langwierigen Verfahren verbietet das Bundesverfassungsgericht die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD). 

23. Oktober 1956
Aufstand in Ungarn gegen Russland. Niederschlagung durch Truppen des Warschauer Paktes am 4. November 1956. "Ungarn brennt".

4. November 1956
Sowjetische Panzer rücken in Budapest ein, um den Volksaufstand gegen das kommunistische System niederzuschlagen. Regierungschef Imre Nagy flieht in die jugoslawische Botschaft.   

27. Oktober 1956
Deutschland und Frankreich unterzeichnen in Luxemburg den Saar-Vertrag, der die Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik regelt.

25. März 1957
In Rom werden die Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschafts-Gemeinschaft (EWG) und der Europäischen Gemeinschaft für Kernenergie (Euratom) unterzeichnet.

3. Mai 1957
Der Bundestag verabschiedet das Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

21. Mai 1957
Das Bundesverfassungsgericht erklärt West-Berlin zu einem Land der Bundesrepublik Deutschland.

31. Mai 1957
Der Bundestag verabschiedet das Gesetz über die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

21. Juni 1957
Der deutsche Bundestag verabschiedet das "Gesetz über die Gleichbehandlung von Mann und Frau". Es tritt ab 1958 in Kraft.

29. Juli 1957
Die Botschafter der drei Westmächte und Bundesaußenminister Heinrich von Brentano unterzeichnen ein Zwölf-Punkte-Programm über die gemeinsame Politik zur Wiedervereinigung Deutschlands.

1. August 1957
Die Deutsche Bundesbank nimmt in Frankfurt ihre Arbeit als Nachfolgerin der Bank Deutscher Länder auf. Wilhelm Vocke übernimmt das Amt ihres Präsidenten.

4. Oktober 1957
Der erste Erdsatellit "Sputnik" umkreist die Erde. Gestartet wurde er von der Sowjetunion.

27. Oktober 1957
In Deutschland wird der Bund der Vertriebenen (BdV) gegründet.

30. Oktober 1957
In Garching bei München wird zum ersten Male eine atomare Kettenreaktion gestartet.

31. Januar 1958
Die USA schießen ihren ersten Satelliten, "Explorer I", in den Weltraum.

1. Februar 1958
Ägypten und Syrien vereinigen sich zur Vereinigten Arabischen Republik.

17. April 1958
In Brüssel wird die erste Weltausstellung nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnet.

16. Juni 1958
Der ehemalige ungarische Ministerpräsident Imre Nagy wird hingerichtet.

23. August 1958
Die Dreimastbark "Gorch Fock", Segelschulschiff der Bundesmarine, läuft in Hamburg vom Stapel.

27. November 1958
Der sowjetische Staats- und Parteichef  Chruschtschow provoziert mit Noten an die drei Westmächte in denen er den Viermächtestatus der Stadt Berlin abschaffen will, die sogenannte Berlin-Kriese.

29. Dezember 1958
Die Deutsche Mark wird frei konvertierbar.

1959
- Erste Mondrakete erreicht den Mond.
- Sieg Castros über Kuba.

3. Januar 1959
Alaska wird als 49. Bundesstaat in die USA aufgenommen.

4. Januar 1959
Die sowjetische Sonde "Lunik 1" passiert den Mond und tritt wenige Tage später als erstes künstliches Objekt in eine neue Umlaufbahn um die Sonne herum ein.

8. Januar 1959
Charles de Gaulle wird Präsident der fünften französischen Republik.

5. Juli 1959
Die wirtschaftliche Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik wird abgeschlossen.

15. November 1959
Die SPD beschließt auf ihrem Sonderparteitag in Bad Godesberg ein neues Grundsatzprogramm, mit dem sich die SPD von der reinen Arbeiter- und Weltanschauungspartei zur linken Volkspartei bekennt.

21. Dezember 1959
Irans Schah Resa Pahlavi heiratet die deutsche Studentin Farah Diba.

4. Januar 1960
Sieben West- und Nordeuropäische Staaten gründen die Europäische Freihandelszone EFTA als Gegengewicht zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft EWG.

10. Februar 1960
Die DDR-Volkskammer beschließt die Bildung des nationalen Verteidigungsrates, der auch für den Schießbefehl verantwortlich ist.

14. März 1960
Die erste Begegnung von Bundeskanzler Konrad Adenauer mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ben Gurion in New York bildet den Auftakt zur Annäherung beider Staaten.

15. März 1960
Erste Ost-West-Abrüstungs-Konferenz in Genf.

11. Mai 1960
Der ehemalige SS-Obersturmbandführer Adolf Eichmann wird durch den israelischen Geheimdienst Mossad in Buenos Aires auf offener Straße entführt.

23. Mai 1960
Die israelische Regierung teilt mit, dass der frühere SS-Obersturmbandführer Adolf Eichmann nach Israel entführt worden ist.

12. August 1960
Die USA bringen ihren ersten Nachrichtensatelliten "Echo 1" in eine Erdumlaufbahn.

16. August 1960
Die britische Kronkolonie Zypern erhält ihre staatliche Unabhängigkeit.

14. September 1960
In Bagdad wird die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) gegründet.

13. Oktober 1960
Bei der 15. Vollversammlung der vereinten Nationen in New York sorgt der sowjetische Ministerpräsident Nikita S. Chruschtschow für den spektakulären "Schuhauftritt".

8. November 1960
John F. Kennedy wird zum 35. Präsidenten der vereinigten Staaten gewählt.

20. Januar 1961
John F. Kennedy wird als 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt.

9. März 1961
Der Russe Juri Gagarin ist der erste Mensch im Weltraum.

11. April 1961
Der Prozess gegen Adolf Eichmann beginnt in Israel. Der Organisator des Massenmordes an Millionen europäischer Juden wird 1962 hingerichtet. 

12. April 1961
Als erster Mensch umrundet Juri Gararin im Raumschiff "Wostok I" die Erde.

13. August 1961
Abschnürung des Ostsektors von Berlin durch Stacheldraht und Betonmauern.

11. September 1961
Die Borgward-Automobilwerke in Bremen gehen in Konkurs.

17. Oktober 1961
In einer Aufsehen erregenden Rede vor dem XXII. KP-Parteitag rechnet Nikita Chruschtschow mit Josef Stalin ab.

24. November 1961
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, zuständig für die Entwicklungspolitik, wird gegründet.

27. November 1961
Die Chemie-Firma Grünenthal nimmt das Schlafmittel "Contergan" vom Markt. Nach der Einnahme hatten Ende der 1950er-Jahre tausende Mütter ihre Kinder missgebildet zur Welt gebracht.

15. Dezember 1961
der ehemalige SS-Obersturmbandführer Adolf Eichmann, einer der Hauptverantwortlichen für die Deportation und Ermordung der europäischen Juden, wird in Israel zum Tode verurteilt.

4. Januar 1962
Birma wird von Großbritannien (GB) unabhängig.

24. Januar 1962
In Berlin gelangen 30 Flüchtlinge durch einen Tunnel aus der DDR nach West-Berlin.

5. Februar 1962
Bayern beginnt als erstes Bundesland im Westen mit der Schluckimpfung gegen Kinderlähmung.

17. Februar 1962
Bei einer verheerenden Flutkatastrophe sterben in Norddeutschland 337 Menschen. Hamburg ist am stärksten betroffen.

31. Mai 1962
Der Nazi-Verbrecher Adolf Eichmann wird in Israel hingerichtet.

10. Juli 1962
Satellit Telstar gestartet, erstmals TV-Bilder über den Atlantik übermittelt.

17. August 1962
Der DDR-Flüchtling Peter Fechter verblutet an der Mauer in Berlin.

22. Oktober 1962
Der US-amerikanische Präsident John F. Kennedy fordert in einer dramatischen Fernsehansprache den Abbau aller sowjetischen Raketen und Abschussanlagen auf Kuba.

26. Oktober 1962
Mit der polizeilichen Durchsuchung der Redaktionsräume des Magazins "Der Spiegel" erreicht die "Spiegel"-Affäre ihren ersten Höhepunkt.

28. Oktober 1962
Ende der Kubakrise. Am 15. Oktober 1962 entdeckten amerikanische U2-Aufklärer sowjetische Raketenstellungen auf Kuba die gegen die USA gerichtet waren. Am 22. Oktober forderte Präsident Kennedy die Sowjetunion unter Chruschtschow ultimativ zur Abziehung der Raketen auf und verhängte eine Seeblockade gegen Kuba. Da der Konflikt zu einem Krieg zu eskalieren drohte, erklärte Chruschtschow sich schließlich zum Abzug der Raketen bereit.

19. November 1962
Die fünf Bundesminister der FDP im Kabinett Konrad Adenauer treten in Zusammenhang mit der "Spiegel-Affäre" zurück.

14. Dezember 1962
Die erste Genehmigung für den Bau eines Atomkraftwerkes in Deutschland wird für Gundremmingen erteilt.

14. Januar 1963
Die Bundesrepublik Deutschland und Kuba brechen die diplomatischen Beziehungen ab. Grund ist Kubas Anerkennung der DDR.

22. Januar 1963
Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und der westdeutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer unterzeichnen in Paris den Elysee-Vertrag über eine enge deutsch-französische Zusammenarbeit.

7. Februar 1963
Der im Oktober 1962 wegen Landesverrats verhaftete "Spiegel"-Herausgeber Rudolf Augstein wird auf freien Fuß gesetzt.

9. März 1963
Die Beatles beginnen ihre erste Tournee in Großbritannien.

1. April 1963
Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) in Mainz nimmt mit der Show "Berlin Melodie" den Sendebetrieb für die ganze Bundesrepublik auf.

23. April 1963
Die CDU/CSU-Faktion beschließt gegen den Willen von Bundeskanzler  Konrad Adenauer die Nominierung Ludwig Erhards (CDU) zu dessen Nachfolger.

10. Mai 1963
In Berlin wird die erste Lieferung mit in Plastikbechern verpacktem Jogurt verteilt und ist sofort ausverkauft.

16. Juni 1963
Die Russin Valentina Tereschkowa startet als erste Frau ins All.

20. Juni 1963
Die USA und die Sowjetunion vereinbaren die Einrichtung einen "heißen Drahtes", einer direkten Nachrichtenverbindung zwischen dem Kremel und dem Weißen Haus.

23. Juni 1963
Der amerikanische Präsident John F. Kennedy trifft zu einem viertägigen Staatsbesuch in der Bundesrepublik ein.

26. Juni 1963
John F. Kennedy besucht Berlin. Seine Rede vor dem Schöneberger Rathaus endet mit dem Satz: "Ich bin ein Berliner".

8. Juli 1963
Der Linienverkehr mit Tragflügelbooten über den Ärmelkanal wird aufgenommen.

28. August 1963
Bei einer Großdemonstration in Washington gegen Rassismus hält Martin Luther King seine historische Rede mit dem Ausspruch "I have a dream".

15. Oktober 1963
Bundeskanzler Konrad Adenauer tritt nach 14-jähriger Regierungszeit von seinem Amt zurück.

16. Oktober 1963
Der CDU-Politiker Ludwig Erhard wird zum deutschen Bundeskanzler gewählt.

24. Oktober 1963
Bei einem Unglück in der Eisenerzgrube "Mathilde" in Lengede (Niedersachsen) kommen 29 Bergleute ums Leben. Zwei Wochen später werden 11 Kumpel aus der Grube lebend geborgen.

22. November 1963
Bei einer Fahrt im offenen Wagen durch Dallas (Texas) wird der amerikanische Präsident John F. Kennedy mit drei Gewehrkugeln von dem Attentäter Lee Harvey Oswald tödlich getroffen.

30. November 1963
Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß erklärt wegen der "Spiegel-Affäre" seinen Rücktritt.

17. Dezember 1963
Mit dem Abschluss des Passierschein-Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR öffnen sich erstmals seit dem Mauerbau 1961 die Sektorenübergänge für die West-Berliner Bevölkerung.

28. Januar 1964
Ein Schulungsjäger der US-Luftwaffe, der nach amerikanischen Angaben versehentlich in den Luftraum der DDR eingedrungen ist, wird von sowjetischen Düsenjägern abgeschossen. Die drei amerikanischen Piloten werden dabei getötet.

7. Februar 1964
Die Beatles treffen zum ersten Mal in den USA ein und lösten eine Massenbegeisterung aus.

14. Februar 1964
Bundespräsident Heinrich Lübke beruft erstmals die fünf Mitglieder des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("Fünf Waise").

16. Februar 1964
Willi Brandt wird Vorsitzender der SPD.

13. Juni 1964
das erste atombetriebene deutsche Frachtschiff "Otto Hahn" läuft in Kiel vom Stapel.

5. Oktober 1964
57 Männern, Frauen und Kindern aus Ost-Berlin gelingt durch einen etwa 150 m langen Tunnel die Flucht in den Westteil der Stadt.

28. November 1964
Ehemalige Funktionäre der "Deutschen Reichspartei" gründen die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) in Hannover.

21. Januar 1965
Die Bundesanwaltschaft leitet ein Ermittlungsverfahren wegen angeblichen Landesverrats gegen den "Spiegel"-Herausgeber, Rudolf Augstein, ein.

7. März 1965
Die USA entsenden Truppen nach Vietnam.

12. Mai 1965
Die Bundesrepublik Deutschland und Israel nehmen diplomatische Beziehungen auf.

15. Dezember 1965
Zum ersten Mal treffen zwei US-Raumkapseln in einer Erdumlaufbahn bis auf nur eineinhalb Meter zusammen.

12. Januar 1966
Beginn der "Starfighter-Affäre", nachdem 1965 insgesamt 16 Kampfflugzeuge des Typs F-104G abgestürzt sind.

23. März 1966
Bundeskanzler ..... Ludwig Erhard ...

18. April 1966
Die erste jüdische Schule in der Bundesrepublik wird in Frankfurt am Main eröffnet.

2. Juni 1966
Die amerikanische Sonde Surveyor 1 landet weich auf dem Mond und sendet erste Fotos.

17. September 1966
Die erste Folge der Science-Fiction-Serie "Raumpatrouille Orion" wird im Fernsehen ausgestrahlt.

27. Oktober 1966
Mit dem Rücktritt der vier FDP-Minister Erich Mende, Walter Scheel, Rolf Dahlgrün und Ewald Bucher zerbricht die Regierungskoalition mit der CDU/CSU unter Bundeskanzler Ludwig Erhard.

30. November 1966
Bundeskanzler Ludwig Erhard (CDU) tritt zurück.

1. Dezember 1966
Kurt Georg Kiesinger (CDU) wird als Kanzler einer großen Koalition aus CDU/CSU und SPD vereidigt.

16. Dezember 1966
Nato-Rat beschließt Verlegung des Hauptquartiers nach Brüssel.

7. Februar 1967
Die USA setzen im Vietnam-Krieg zum ersten Mals das Gas "Agent Orange" ein.

14. Februar 1967
Die "Konzertierte Aktion" aus Gewerkschaften, Arbeitgeber- und Unternehmerverbänden und der Regierung tritt zusammen.

28. Februar 1967
Im brasilianischen Sao Paulo wird der ehemalige Kommandant der Konzentrationslager Treblinka und Sobibor, Franz Paul Stangl, verhaftet.  

5. Juni 1967
Israel beginnt seinen Sechs-Tage-Krieg gegen Ägypten.

25. August 1967
Vizekanzler Willy Brandt (SPD) startet auf der 25. Großen Deutschen Funkausstellung in Berlin per Knopfdruck das Farbfernsehen in Deutschland.

28. August 1967
In der DDR wird per Verordnung die Fünf-Tage-Woche eingeführt und die Arbeitszeit verkürzt; gleichzeitig werden 6 Feiertage zu Werktagen.

3. September 1967
In Schweden wird der verkehr von Links- auf Rechtsverkehr umgestellt.

1968
Erstmalig erhält im Rahmen einer Großen Koalition (CDU/SPD) die SPD nach dem 2. Weltkrieg in der BRD Regierungsmitverantwortung.

4. April 1968
Der Bürgerrechtler Martin Luther King wird in Memphis/Ten. ermordet.

11. April 1968
Rudi Dutschke, Führender Kopf der APO (Außerparlamentarische Opposition), wird bei einem Attentat verletzt.

27. Mai 1968
In Alsdorf bei Aachen wird der Contergan-Prozess eröffnet.

30. Mai 1968
Der Bundestag verabschiedet die umstrittenen Notstandsgesetze.

21. August 1968
Sowjets besetzen die Tschechoslowakei.

13. September 1968
Albanien tritt aus dem Warschauer Pakt aus.

17. September 1968
Die Großbanken der Bundesrepublik gewähren künftig auch Inhabern von Lohn- und Gehaltskonten Überziehungskredite.

25. September 1968
In Frankfurt am Main konstituiert sich die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) als Nachfolgerin der verbotenen KPD.

7. November 1968
Beate Klarsfeld ohrfeigt beim CDU-Parteitag Bundeskanzler Kiesinger, um seine Haltung zur Nazizeit bloßzustellen.

20. - 24. Dezember 1968
Das amerikanische Raumschiff Apollo 8 umkreist den Mond.

31. Dezember 1968
Die Sowjetunion stellt die Tu 144 als erstes Überschallflugzeug für den Passagierverkehr in Dienst.

3. Februar 1969
Jassir Arafat wird Vorsitzender der PLO.

2. März 1969
Das britisch-französische Überschallflugzeug "Concorde" absolviert seinen Jungfernflug.

3. März 1969
Apollo 9 startet von Cape Kennedy. Die Besatzung soll in der Erdumlaufbahn die Mondfähre für die geplante Mondlandung testen.

5. März 1969
Gustav Heinemann (SPD) wird zum neuen Bundespräsidenten und Nachfolger von Heinrich Lübke (CDU) gewählt.

8.  März 1969
Die "Otto Hahn", das erste deutsche atomgetriebene Schiff, startet zu seiner ersten Fahrt über den Atlantik.

16. Juli 1969
Die US-Raumfähre "Apollo-11" startet von Cape Canaveral zur ersten bemannten Mondlandung.

21. Juli 1969
Erste Mondlandung durch amerikanische Astronauten. Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond.

28. September 1969
Die Wahl zum 6. Deutschen Bundestag bringt den Machtwechsel zur sozialliberalen Koalition.

21. Oktober 1969
Willy Brandt wird zum Bundeskanzler gewählt. Der erste SPD-Kanzler der Bundesrepublik und erste sozialdemokratische Regierungschef seit 39 Jahren bildet ein SPD/FDP-Kabinett.

28. November 1969
Die Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet den Atomwaffensperrvertrag.

22. Januar 1970
Der erste Linienflug eines Jumbo-Jet Boing 747 über den Atlantik.

12. Februar 1970
Der Schriftsteller Alexander Solschenizyn wird verhaftet und aus der Sowjetunion ausgewiesen.

29. März 1970
Die Nachrichtensendungen "Tagesschau" und "heute" werden erstmals in Farbe ausgestrahlt.

12. August 1970
Im Kreml unterzeichnen Bundeskanzler Willy Brandt und der sowjetische Ministerpräsident Alexej Kossygin den Moskauer Vertrag.

14. November 1970
Die SPD verabschiedet einen Abgrenzungsbeschluss gegenüber den Kommunisten.

7. Dezember 1970
Bundeskanzler Willy Brandt kniet vor dem Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus im ehemaligen Getto von Warschau.

1970
Willy Brandt, als sozialdemokratischer Außenminister, fährt nach Erfurt in die DDR.

11. Februar 1971
Großbritannien, die USA und die Sowjetunion unterzeichnen ein Abkommen, das die Stationierung von Nuklearwaffen im Meer verbietet.

15. Februar 1971
Großbritannien stellt seine Währung im Rahmen des Beitritts zur Europäischen Gemeinschaft auf das Dezimalsystem um.

1. März 1971
In der Bundesrepublik wird die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Km/h innerhalb geschlossener Ortschaften für alle Fahrzeuge eingeführt.

19. April 1971
Die Sowjetunion bringt die erste Weltraumstation in die Umlaufbahn.

6. Mai 1971
In Ottobrunn bei München präsentiert Messerschmitt-Bölkow Blohm (MBB) die erste Magnetschwebebahn der Welt.

7. Mai 1971
Die Kreditinstitute in der Bundesrepublik Deutschland, in Belgien, in den Niederlanden und in Luxemburg beschließen die Verwendung einheitlicher Scheckkarten.

19. Juni 1971
Erich Honecker wird zum Ersten Sekretär der SED gewählt.

24. Juni 1971
Per Gesetz werden die Hersteller von Kraftstoffen verpflichtet, den Bleigehalt des Benzins deutlich zu senken.

3. September 1971
Die Botschafter der Siegermächte unterzeichnen das Vier-Mächte-Abkommen über Berlin.

20. Oktober 1971
Bundeskanzler Willy Brandt wird - insbesondere für seine Ostpolitik - der Friedensnobelpreis zugesprochen.

2. Dezember 1971
Das Landemodul der sowjetischen Raumsonde Mars 3 schlägt als erstes von Menschen geschaffene Objekt auf der Oberfläche des roten Planeten auf.

10. Dezember 1971
Bundeskanzler Willy Brandt erhält in Oslo den Friedensnobelpreis.

1972
Olympische Sommerspiele in München
Attentat auf die israelische Olympiamannschaft in München. 2 Israelis werden getötet, 9 weitere entführt, um 200 arabische Gefangene aus Israel freizupressen.

1972
Die Bundestagswahlen in der BRD gehen zugunsten der SPD aus. Sie hat damit erstmalig alleinige Regierungsverantwortung unter Bundeskanzler Willy Brandt.   
Grundlagenvertrag mit der DDR.

27. April 1972
Ein konstruktives Mistrauensvotum gegen Willy Brandt scheitert.

17. Mai 1972
Nach langen, heftigen Auseinandersetzungen ratifiziert der Bundestag die Ostverträge.

3. Juni 1972
Mit dem Austausch der Ratifizierungsurkunden treten die Ostverträge in Kraft.

5. Juni 1972
Die UN-Umweltkonferenz verabschiedet in Stockholm einen Aktionsplan zur internationalen Zusammenarbeit gegen Umweltverschmutzung.

13. Juni 1972
Die amerikanische Raumsonde Pioneer 10 verlässt als erstes von Menschen gebautes Objekt das Sonnensystem.

6. Juli 1972
Bundeswirtschafts- und Finanzminister Karl Schiller tritt zurück.

24. Juli 1972
Zwischen Westberlin und der DDR wird der Telefon-Selbstwählverkehr eröffnet.

13. September 1972
Die Bundesregierung beschließt die Aufstellung einer Spezialtruppe beim Bundesgrenzschutz zur Bekämpfung terroristischer Gewalt, die spätere GSG 9.

20. September 1972
Willy Brandt stellt die Vertrauensfrage und ermöglicht so vorgezogene Neuwahlen.

19. Oktober 1972
Der deutsche Schriftsteller Heinrich Böll erhält in Stockholm den Nobelpreis für Literatur.

19. November 1972
Die SPD wird bei den vorgezogenen Wahlen zum siebten Deutschen Bundestag erstmals stärkste Fraktion.

13. Dezember 1972
Annemarie Renger
wird zur ersten Präsidentin des Bundestages und damit ins zweithöchste deutsche Staatsamt gewählt.

21. Dezember 1972
Grundlagenvertrag zwischen der Bundesrepublik und der DDR zur Regelung der bilateralen Beziehungen unterzeichnet.

23. Dezember 1972
Erdbeben der Stärke 6,5 zerstört Nicaraguas Hauptstadt Managua. Die Zahl der Toten geben die Behörden offiziell mit 10.000 an. Die internationalen Hilfsgüter ließ der Clan des Diktators Somoza der Nationalgarde zukommen, die ihm die Macht sicherte.

21. März 1973
Im Hamburger Hafen wird mit der Kattwyk-Brücke die größte Hubbrücke Europas eingeweiht.

11. April 1973
Martin Bormann, ehemaliger Hitler-Stellvertreter und Reichsleiter der NSDAP, wird auf Grund von in Berlin gefundenen Skelettteilen für tot erklärt.

17. Mai 1972
Nach langen und heftigen Debatten ratifiziert der Bundestag die Ostverträge.

7. Juni 1973
Willy Brandt reist als erster deutscher Bundeskanzler nach Israel.

7. Juni 1973
Erstmals finden Direktwahlen zum Europäischen Parlament statt.

3. Juli 1973
In Helsinki eröffnen Vertreter von 25 Staaten, der USA und Kanadas die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE).  

31. Juli 1973
Das Bundesverfassungsgericht stellt die Vereinbarkeit des Grundlagenvertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR mit dem Grundgesetz fest.

18. September 1973
Bei der 28. Vollversammlung der UNO werden die DDR und die Bundesrepublik Deutschland als 133. und 134 Mitglied in die Vereinten Nationen (UN) aufgenommen.

25. November 1973
In der Bundesrepublik Deutschland tritt wegen der Ölkrise das erste Fahrverbot in Kraft (autofreier Sonntag).

13. Februar 1974
Der sowjetische Schriftsteller Alexander Solschenizyn wird einen Tag nach seiner Verhaftung wegen "Verrats an der Heimat" ausgebürgert und in die Bundesrepublik ausgewiesen.

14. März 1974
Bonn und Ost-Berlin vereinbaren die Einrichtung ständiger Vertretungen.

22. März 1974
Der Bundestag setzt das Volljährigkeitsalter von 21 auf 18 Jahre herab.

24. April 1974
Der persönliche Referent von Bundeskanzler Willy Brandt, Günter Guillaume, wird unter dem Verdacht der Spionage für die DDR festgenommen.

6. Mai 1974
Bundeskanzler Willy Brandt erklärt seinen Rücktritt, sein Referent Günter Guillaume war als DDR-Spion enttarnt worden.

15. Mai 1974
Die Bundesversammlung wählt Walter Scheel als Nachfolger Gustav Heinemanns zum vierten Bundespräsidenten.

16. Mai 1974
Der Bundestag wählt Helmut Schmidt (SPD) zum Bundeskanzler und Nachfolger von Willy Brandt.

20. Juni 1974
In Bonn und Ost-Berlin nehmen die "Ständigen Vertretungen" der DDR und der Bundesrepublik ihre Arbeit auf.

8. August 1974
In Zusammenhang mit der Watergate-Affäre erklärt Richard Nixen seinen Rücktritt vom Amt des US-Präsidenten mit Wirkung vom nächsten Tag.

10. Januar 1975
In Hamburg wird der neue Elbtunnel offiziell eröffnet.

2. April 1975
Der CN-Tower im kanadischen Toronto wird fertig gestellt. Er ist mit 553 Metern Höhe das höchste freistehende Gebäude der Welt.

24. April 1975
Deutsche Botschaft in Stockholm von deutschen Terroristen (RAF-Kommando "Holger Meins") in die Luft gesprengt. Vier Menschen kommen dabei ums Leben.

31. Mai 1975
13 europäische Länder, darunter auch die Bundesrepublik, gründen in Paris die europäische Weltraumagentur ESA.

11. Juli 1975
In China wird die rund 2.000 Jahre alte Terrakotta-Armee gefunden.

1. August 1975
Mit der Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki gründen 33 Staaten Europas sowie die USA und Kanada die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE).

23. Dezember 1975
Die USA beschließen die Übernahme des metrischen Maß- und Gewichtssystems.

12. Januar 1976
Mit dem Abzug der Westsahara-Truppen beendet Spanien die Kolonialzeit.

19. Juni 1976
Der schwedische König Carl XVI. Gustaf heiratet die Deutsche Silvia Sommerlath.

30 Juni 1975
Die Zahl der Arbeitslosen in der Bundesrepublik liegt bei knapp über einer Million.

30. Juli 1975
Beginn des KSZE-Gipfels in Helsinki mit 35 Staats- und Regierungschefs aus Europa sowie den USA und Kanada.

3. November 1975
Die britische Königin Elisabeth II. eröffnet im schottischen Aberdeen die erste Pipeline für Öl aus der Nordsee. Das Nordseeöl soll Großbritannien von Ölimporten unabhängig machen.

20. Juli 1976
Die Landekapsel der amerikanischen Sonde "Viking I" landet auf dem Mars.

1. Februar 1977
Die feministische Zeitschrift "Emma" erscheint zum ersten Mal.

19. Mai 1977
Der Orient-Express, einer der berühmtesten und luxuriösesten Züge der Eisenbahngeschichte, startet von Paris aus zu seiner letzten Fahrt.

23. November 1977
Von Cape Canaveral wird "Meteosat 1", der erste europäische Wettersatellit, gestartet.

19. Januar 1978
In Deutschland (Werk Emden) läuft der letzte von 21 Millionen VW-Käfern in Europa vom Fließband.

7. August 1978
Der baden-württembergische Ministerpräsident Hans Filbinger zieht mit seinem Rücktritt die Konsequenz aus der Diskussion über seine Tätigkeit als Marinerichter im zweiten Weltkrieg.

16. Oktober 1978
Der Pole Karol Wojtyla wird unter dem Namen Johannes Paul II. zum ersten nicht italienischen Papst seit 1552 gewählt.

5. Dezember 1978
Die Verteidigungsminister der Nato einigen sich in Brüssel auf die Einführung des Frühwarnsystems "Awacs".

16. Dezember 1978
US-Präsident Carter gibt die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit China bekannt.

27. Dezember 1978
Spaniens König Juan Carlos I. unterzeichnet die Verfassung einer konstitutionellen Monarchie mit parlamentarischem System.

28. Dezember 1978
Im Norden Deutschlands wüten seit Tagen heftige Schneestürme. 150 Orte sind zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Die Stromversorgung ist in weiten Gebieten ausgefallen da Überlandleitungen gebrochen sind, Bahnverbindungen gibt es im Norden nur noch nach dem Zufallsprinzip. Zehn Menschen kommen ums Leben.

29. Dezember 1978
In der Nacht zum 29. Dezember verwandelt ein Schneesturm mit der Windstärke 10 große Teile Norddeutschlands in eine sibirische Winterlandschaft. Es schneit 87 Stunden ununterbrochen. Städte und Gemeinden sind von der Außenwelt abgeschnitten.

2. Januar 1979
Bei anhaltenden Schneefällen und klirrendem Frost sterben in der DDR mindestens 3 Menschen. Am schwersten betroffen ist die Insel Rügen (Pommern).

13. März 1979
Das Europäische Währungssystem (EWS) tritt in Kraft (siehe auch: Der Euro).

3. Juli 1979
Der Bundestag hebt mit 255 gegen 222 Stimmen die Verjährungsfrist für Mord auf. Damit können auch neu entdeckte NS-Verbrechen verfolgt werden.

12. Dezember 1979
Nato-Doppelbeschluss zur Nachrüstung mit Atomraketen in Europa bei gleichzeitigem Abrüstungsangebot an Moskau.

24. Dezember 1979
Die erste europäische Trägerrakete "Ariane" startet vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Gauyana.

27. Dezember 1979
Sowjetische Truppen marschieren in Afghanistan ein, um die von einer Rebellion bedrängte Regierung in Kabul zu stützen.

13. Januar 1980
Die Grünen konstituieren sich auf ihrem Gründungsparteitag in Karlsruhe als Bundestagspartei.

6. April 1980
In der Bundesrepublik Deutschland wird erstmals die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) eingeführt.

7. August 1980
Das erste ausschließlich mit Sonnenenergie betriebene Flugzeug der Welt absolviert seinen Jungfernflug in Kalifornien.

13. Mai 1981
Papst Johannes Paul II. wird in Rom bei einem Attentat schwer verletzt.

13. Dezember 1981
Kriegsrecht in Polen stoppt die vorsichtige demokratische Entwicklung.

1982
Die SPD/FDP-geführte Regierung unter Helmut Schmidt (SPD) wird durch ein Mistrauensvotum der CDU/FDP von Helmut Kohl (CDU) abgelöst.

16. Februar 1982
Die Bundesluftwaffe stellt erstes Kampfflugzeug vom Typ Tornado in Dienst.

25. März 1982
Die DDR-Volkskammer verabschiedet ein Gesetz, das die vormilitärische Ausbildung von Jugendlichen und für den Verteidigungsfall die Einbeziehung von Frauen in die allgemeine Wehrpflicht festschreibt.

6. Juni 1982
Israelische Truppen besetzen den Süd-Libanon.

14. Juni 1982
Die Briten besiegen Argentinien im Krieg über die Falkland-Inseln.

20. November 1982
Mit der Eröffnung des Grenzübergangs Gudow/Zarrentin wird das letzte Teilstück der neuen Transit-Autobahn Hamburg-Berlin für den Verkehr durch die DDR freigegeben.

7. Januar 1983
Bundespräsident Carstens löst den Bundestag auf und ordnet Neuwahlen an.

15. Januar 1983
Nach 53 Jahren endet das schwedische Zündholzmonopol in Deutschland (siehe: 29.01.1930).

4. Februar 1983
Der als Kriegsverbrecher gesuchte ehemalige Gestapo-Chef von Lyon Klaus Barbie, wird aus Bolivien ausgewiesen und am 5. Februar den französischen Behörden übergeben (siehe 4. Juli 1987).

6. März 1983
Bei der Bundestagswahl erhalten die Grünen 5,6% der Stimmen und ziehen erstmals in den Bundestag ein.

29. März 1983
Der Deutsche Bundestag wählt

13. April 1983
Das Bundesverfassungsgericht stoppt die geplante Volkszählung.

22. April 1983
Das Magazin "Stern" erklärt, die Hitler-Tagebücher zu besitzen. Sie werden am 6. Mai als Fälschung erkannt.

24. Juli 1983
Im Rahmen einer als privat bezeichneten reise in die DDR trifft der bayrische Ministerpräsident Franz Josef Strauß mit DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker zusammen.

31. Dezember 1983
In Ludwigshafen startet das deutsche Kabelpilotprojekt. Der beginn der Tests mit Breitbandkabeln zur Übertragung von fernseh- und Hörfunksignalen ist die Geburtsstunde des privat-kommerziellen Rundfunks.

21. August 1984
Vor dem Hamburger Landgericht beginnt der Prozess um die gefälschten Hitler-Tagebücher.   

25. Oktober 1984
Bundestagspräsident Rainer Barzel (CDU) tritt nach Vorwürfen, vom Flick-Konzern Geld erhalten zu haben, zurück.

11. März 1985
Michail Gorbatschow wird sowjetischer Parteichef.

14. Juni 1985
Deutschland, Frankreich und die Benelux-Staaten unterzeichnen das "Schengen-Abkommen" zum Wegfall der Passkontrollen.

21. Juni 1985
Inte5rnationale Experten identifizieren in Brasilien die Leiche des seit 1945 gesuchten früheren KZ-Arztes Josef Mengele.

18. Juli 1985
Bundeskanzler Helmut Kohl bestreitet vor dem Untersuchungsausschuss des Landtags von Rheinland-Pfalz von unzulässigen Praktiken bei Parteispenden gewusst zu haben.

20. Januar 1986
Frankreich und Großbritannien einigen sich auf den Bau eines Tunnels unter dem Ärmelkanal.

19. Februar 1986
Die Sowjets starten ihre Weltraumstation "MIR".

26. April 1986
In Tschernobyl (Ukraine / Sowjetunion) ereignet sich der bislang weltweit schwerste Atomunfall.

21. Oktober 1986
Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Köln teilt mit, sie haben die Verfahren gegen frühere Richter und Staatsanwälte des Volksgerichtshofes eingestellt.

31. Dezember 1986
Bei der Ausstrahlung der Neujahrsansprache von Bundeskanzler Helmut Kohl in der ARD wird irrtümlich seine Ansprache aus dem vorhergehenden Jahr wiederholt.

23. März 1987
Willi Brandt tritt als SPD-Parteivorsitzender wegen Auseinandersetzungen um die Besetzung des Parteisprecherpostens zurück

25. Mai 1987
In der Bundesrepublik findet trotz zahlreicher Proteste die erste Volkszählung seit 17 Jahren statt.

28. Mai 1987
Der 19-jährige Sportpilot Mathias Rust aus Wedel landet mit einer Sportmaschine (Cessna 172) - aus Deutschland kommend - unangemeldet und ungehindert durch die sowjetische Luftabwehr auf dem Roten Platz in Moskau.

12. Juni 1987
Vor dem Brandenburger Tor fordert US-Präsident Ronald Reagan den Sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow auf, die Berliner Mauer niederzureißen. => 22.12.1989

4. Juli 1987
Der frühere Gestapochef von Lyon, Klaus Barbie, wird wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft verurteilt.

26. August 1987
Das Bundeskabinett beschließt eine sofortige Erhöhung des Begrüßungsgeldes für Besucher aus der DDR von 30 auf 100 D-Mark jährlich pro Person.

2. September 1987
In Moskau beginnt der Prozess gegen den deutschen Sportflieger Mathias Rust, der am 28.5.1987 auf dem roten Platz gelandet war.

7. September 1987
Der DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker trifft zu einem besuch in der Bundesrepublik ein.

6. Januar 1988
DDR Staats- und Parteichef Erich Honecker trifft zu seinem ersten Staatsbesuch bei einem der drei Westmächte in Paris ein. 

17. Januar 1988
In Ost-Berlin werden 120 Mitglieder von Menschenrechtsgruppen während einer Veranstaltung zum Gedenken an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht verhaftet.

14. April 1988
Die Sowjetunion verpflichtet sich, ihre militärische Intervention in Afghanistan zu beenden.

11. Mai 1988
Die Bundesregierung beschließt die Postreform mit Gliederung der Bundespost in die Bereiche Post, Postbank und Telekommunikation.

28. Juni 1988
Staats- und Regierungschefs der EG einigen sich in Hannover auf Schritte zur Schaffung einer Wirtschafts- und Währungsunion.

3. August 1988
Rund 14 Monate nach seiner Landung auf dem Roten Platz wird der "Kremelflieger" Mathias Rust in Moskau vom Obersten Sowjet begnadigt und aus der Haft entlassen.

11. November 1988
Bundestagspräsident Philipp Jenninger (CDU) tritt von seinem Amt zurück und zieht damit die Konsequenz aus dem Eklat um seine Rede zum 50. Jahrestag der Reichspogromnacht. 

13. Dezember 1988
Palästinenserführer Jassir Arafat bietet Israel erstmals offiziell Friedensgespräche an.

21. Dezember 1988
Libysche Terroristen lassen eine Boing 747 der US-Gesellschaft PanAm über Lockerbie abstürzen - Insgesamt 270 Tote.

14. Februar 1989
Schleswig-Holstein führt als erstes Bundesland das kommunale Wahlrecht für Ausländer ein.

18. April 1989
Erstmals seit der Währungsreform stellt die Bundesbank eine komplette Serie neuer Geldscheine vor. Neu ist ein 200-DM-Schein. Die ersten neuen Scheine werden Ende 1990 ausgegeben. 

25. Mai 1989
Der sowjetische Parteichef Gorbatschow wird zum Staatspräsidenten gewählt.

13. Juni 1989
Die Bevölkerung der Bundesrepublik bereitet dem sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow einen begeisterten Empfang.

19. Juni 1989
Wenige Monate vor der Wende in der DDR vereinbart Staatschef Erich Honecker mit Berlins Regierendem Bürgermeister Walter Momper Reiseerleichterungen für Westberliner.

27. Juni 1989
Ungarn öffnet die Grenzen zu Österreich. In einem symbolischen Akt zerschneiden der ungarische Außenminister und sein österreichischer Amtskollege bei Sopron den Stacheldrahtzaum an der gemeinsamen Grenze. Damit hatten DDR-Bürger eine "Ausreisemöglichkeit" in den Westen.

19. Juli 1989
Eine DC 10 der United Airlines mit 296 Insassen geht beim Versuch einer Notlandung in Sioux City (Iowa) im Flammen auf. 111 Menschen sterben.

26. Juli 1989
Die EG und Polen einigen sich auf ein Abkommen zur Verbesserung ihrer Wirtschaftsbeziehungen.

30. Juli 1989
Der oberste Sowjet von Lettland verabschiedet eine Deklaration über die staatliche Souveränität der Republik.

19. August 1989
1.000 DDR-Bürger fliehen bei größter Massenflucht seit dem Mauerbau von Ungarn nach Österreich.

23. August 1989
Die Botschaft der Bundesrepublik in Prag wird wegen Überfüllung für den Publikumsverkehr geschlossen. 154 ausreisewillige DDR-Bürger halten sich dort auf.

11. September 1989
- Ungarn öffnet seine Westgrenze für DDR-Flüchtlinge.
- In Grünheide bei Ost-Berlin gründet sich die DDR-Reformbewegung "Neues Forum".

19. September 1989
Die DDR-Oppositionsgruppe "Neues Forum" beantragt die Zulassung als Vereinigung. Das Innenministerium lehnt die Gruppe als "staatsfeindliche Plattform" ab.

30. September 1989
Alle DDR-Flüchtlinge aus den deutschen Botschaften in Prag und Warschau dürfen in die Bundesrepublik ausreisen.

6. Oktober 1989
Anlässlich seines Besuches in Ost-Berlin mahnt der sowjetische Staats- und Parteichef Gorbatschow Reformen an. Zitat "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!"

9. Oktober 1989
Leipzig erlebt die größte Protestdemonstration der DDR seit dem 17. Juni 1953.

18. Oktober 1989
Auf Drängen des SED-Politbüros tritt Staats- und Parteichef Erich Honecker "aus gesundheitlichen Gründen" von seinen Ämtern zurück. Das Zentralkomitee der SED wählt Egon Krenz, Politbüromitglied und ZK-Sekretär für Sicherheitsfragen zum neuen Generalsekretär der Partei.

23. Oktober 1989
Ungarn wird am Jahrestag des Volksaufstandes von 1986 zur Republik ausgerufen Damit streicht Ungarn als erstes Ostblockland die Bezeichnung Volksrepublik.

27. Oktober 1989
Der DDR-Staatsrat verkündet eine Amnestie für Flüchtlinge und Demonstranten.

30. Oktober 1989
Das DDR-Fernsehen strahlt nach fast 30 Jahren zum letzten Mal den von Karl Eduard von Schnitzler moderierten "Schwarzen Kanal" aus.

3. November 1989
Laut Beschluss der Regierung in Ost-Berlin dürfen DDR-Bürger ihr Land ohne jegliche Formalitäten über das Gebiet der Tschechoslowakei verlassen. 

4. November 1989
Auf dem Ost-Berliner Alexanderplatz demonstrieren mehr als eine halbe Million DDR-Bürger für die Verwirklichung der Verfassungsartikel über das Recht auf Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

8. November 1989
Zum ersten Mal in der Geschichte der DDR tritt das Politbüro der kommunistischen SED, das Machtzentrum des Landes, geschlossen zurück. - Egon Krenz wird als Generalsekretär des verkleinerten Politbüros bestätigt.

9. November 1989
Öffnung der Mauer und der Grenzübergänge zur Bundesrepublik. Beginn der Auflösung der DDR.

16. November 1989
das Kabinett Modrow wird von der DDR-Volkskammer bestätigt.

17. November 1989
In Prag entwickelt sich eine Kundgebung zum Gedenken an die Hinrichtung von Studenten durch die Nazis im Jahre 1939 zum Protest gegen die kommunistische Regierung.

18. November 1989
Das Kabinett Modrow wird von der DDR-Volkskammer bestätigt.

6. Dezember 1989
Egon Krenz tritt von seinen Ämtern als Vorsitzender vom Staatsrat und nationalen Verteidigungsrat  der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zurück.

20. Dezember 1989
Der französische Präsident Francois Mitterrand reist zu einem Staatsbesuch in die DDR und bringt dabei Vorbehalte gegen eine überstürzte Vereinigung beider deutscher Staaten zum Ausdruck.

22. Dezember 1989
Unter dem Jubel von mehr als 100.000 Menschen wird 28 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer das Brandenburger Tor wieder geöffnet.

29. Dezember 1989
Der Dramatiker und Bürgerrechtler Vaclav Havel wird Staatspräsident in Prag.

15. Januar 1990
Tausende Demonstranten stürmen die Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in Berlin-Lichtenberg.

7. Februar 1990
Die Bundesrepublik beschließt, der DDR Verhandlungen über eine Währungsunion anzubieten. Damit verbunden ist das Angebot zur Einführung der DM als Zahlungsmittel in der DDR.

12. April 1990
Nach mehr als 40 Jahren kommunistischer Herrschaft wird die DDR erstmals von einer demokratisch gewählten Volkskammer mit Lothar de Maiziere als Ministerpräsident regiert.

5. Mai 1990
In Bonn treffen sich die Außenminister der USA und der UdSSR, Großbritanniens, Frankreichs, der Bundesrepublik und der DDR zur ersten Runde der Zwei-plus-Vier-Konferenzen.

16. Mai 1990
Bund und Länder einigen sich auf ein Finanzierungsmodell für die DDR und das vereinigte Deutschland bis 1994. Danach erhält die DDR aus dem "Fond Deutsche Einheit" insgesamt 115 Milliarden DM.

18. Mai 1990
Die Bundesrepublik und die DDR unterzeichnen den Staatsvertrag über die Wirtschafts- Währungs- und Sozialunion zum 1. Juli 1990.

23. Mai 1990
In Bonn kommen die Ausschüsse für Deutsche Einheit des Bundestages und der Volkskammer zu ihrer ersten gemeinsamen Sitzung zusammen.

22. Juni 1990
Der Bundesrat stimmt dem Staatsvertrag über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion mit der DDR sowie dem Beschluss über die Anerkennung der polnischen Westgrenze zu. 

22. Juni 1990
In Berlin wird der alliierte Kontrollpunkt Checkpoint Charly in Anwesenheit der Außenminister der vier Siegermächte und beider deutscher Staaten abgebaut.

1. Juli 1990
Währungsumstellung in der DDR. Die DDR-Mark (Ostmark) wird zugunsten der D-Mark abgelöst. Diese politische Entscheidung war in Finanzkreisen stark umstritten.

16. Juli 1990
In Ost-Berlin konstituiert sich die DDR-Treuhandanstalt, die für die Abwicklung der 8.000 Volkseigenen Betriebe (VEB) zuständig ist.

26. Juli 1990
Die EG schafft die Zölle für die Einfuhr von Agrarprodukten aus der DDR ab.

4. August 1990
Erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges landet wieder ein Flugzeug der Lufthansa auf dem Ost-Berliner Flughafen Schönefeld.

11. August 1990
Die FDP der Bundesrepublik und die drei liberalen Parteien der DDR schließen sich unter dem Namen "Freie Demokratische Partei - die Liberalen" zusammen.

21. August 1990
DDR-SPD-Fraktionschef Richard Schröder tritt nach Differenzen mit der Fraktion über den Beitrittstermin zur Bundesrepublik zurück. Nachfolger wird der Parteivorsitzende Wolfgang Thierse.

23. August 1990
In einer Sondersitzung beschließt die DDR-Volkskammer den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik zum 3. Oktober.  

24. August 1990
Die DDR-Volkskammer beschließt in einem Gesetz die Überstellung der Stasi-Akten in Sonderarchive in Länderhoheit und in ein zentrales Archiv.

31. August 1990
In Ost-Berlin wird der deutsch-deutsche Einigungsvertrag unterzeichnet.

18. September 1990
Das Bundesverfassungsgericht weist die Klage von acht CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten gegen den Vereinigungsvertrag zurück.

21. September 1990
Als letztes politisches Gremium billigt der Bundesrat einstimmig das Ratifizierungsgesetz zum Einigungsvertrag mit der DDR.

3. Oktober 1990
Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten BRD und DDR zur Bundesrepublik Deutschland durch formellen Beitritt der fünf neu gebildeten Länder der DDR.

4. Oktober 1990
Der gesamtdeutsche Bundestag trifft sich in Berlin zur ersten Sitzung.

14. November 1990
Deutschland und Polen unterzeichnen den deutsch-polnischen Grenzvertrag, in dem unter anderem die Oder-Neiße-Linie als polnische Westgrenze bestätigt wird.

21. November 1990
Zum Abschluss des KSZE-Gipfels wird die "Pariser Charta für ein neues Europa" unterzeichnet, die den Ost-West-Konflikt beendet.

20. Dezember 1990
In Berlin nimmt der erste gesamtdeutsche Bundestag die Arbeit auf.

2. Januar 1991
Zum ersten mal treten knapp 6.900 Wehrpflichtige aus Ostdeutschland ihren Grundwehrdienst bei der Bundeswehr an.

11. Januar 1991
In der Bertliner Nikolaikirche konstituiert sich das im Dezember 1990 gewählte erste Parlament für die ganze Stadt Berlin seit über 40 Jahren.

14. Februar 1991
Der bayrische Innenminister Edmund Stoiber teilt mit, dass der Verfassungsschutz des Landes die bayrische PDS observieren werde.

24. Februar 1991
Im Golfkrieg beginnen alliierte Truppen mit der Bodenoffensive gegen den Irak zur Rückeroberung Kuwaits.

25. Februar 1991
Die Außen- und Verteidigungsminister der sechs Mitgliedsländer des Warschauer Paktes beschließen in Budapest die Auflösung des Bündnisses.

4. März 1991
Als letzter Vertragspartner ratifiziert der Oberste Sowjet der Sowjetunion das Zwei-plus-Vier-Abkommen über die Souveränität Gesamt-Deutschlands.

15. März 1991
Die wiedervereinigte Bundesrepublik Deutschland wird endgültig uneingeschränkt souverän.

31. März 1991
Die militärischen Strukturen des Warschauer Paktes werden aufgelöst. Endgültig besiegelt wird das Ende des östlichen Verteidigungsbündnisses im Juli 1991.

10. April 1991
Der letzte Wagen der Marke "Wartburg" rollt im Automobilwerk Eisenach (AWE) vom Montageband. Ein mehr als 90-jähriges Kapitel deutscher Automobilbau-Geschichte wird beendet.

30. April 1991
Der letzte Trabant rollt in Zwickau vom Band der Sachsenring Automobilwerke direkt ins Automobilmuseum der Stadt.

30. April 1991
Die Hamburger Speicherstadt wird unter Denkmalschutz gestellt.

22. Mai 1991
50 Meter unter dem Ärmelkanal wird der Durchbruch beim ersten der beiden Eisenbahnrören des Kanaltunnels erzielt.

20. Juni 1991
Der Deutsche Bundestag spricht sich mit 338 gegen 320 Stimmen für Berlin als künftigen Sitz von Parlament und Regierung aus.

1. Juli 1991
Die Staats- und Regierungschefs der Warschauer-Pakt-Staaten beschließen in Prag die Auflösung des Verteidigungsbündnisses.

24. August 1991
Michail Gorbatschow tritt als Generalsekretär der KPdSU zurück. Gleichzeitig verlangt er die Auflösung des Zentralkomitees.

21. Dezember 1991
Das Ende der Sowjetunion. Mit einem Politgipfel in der kasachichen Hauptstadt Alma-Ata ging die Zeit der Sowjetunion zu Ende. Vor dem Hintergrund schwerer wirtschaftlicher Probleme und unter dem Druck nach Unabhängigkeit strebender Völker liquidierten die politischen Führer von 11 Republiken die Sowjetunion und riefen als Nachfolgeorganisation die Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) aus.

31. Dezember 1991
Die alten zentralen Sender der ehemaligen DDR, Deutscher Fernsehfunk (DFF) und Funkhaus Berlin stellen in der Silvesternacht den Sendebebetrieb ein.

18. Januar 1992
In der Villa am Berliner Wannsee, in der 1942 die Judenvernichtung geplant wurde, wird die Gedenkstätte "Haus der Wannsee-Konferenz" eröffnet. (siehe: 20.01.1942)

23. Januar 1992
CDU/CSU, FDP und SPD stimmen im Bundestag einem Archivgesetz zu und schaffen damit die rechtlichen Voraussetzungen zur Sammlung und Öffnung der umfangreichen DDR-Archive.

10. Februar 1992
Vor dem Berliner Landgericht beginnt der Prozess gegen den ehemaligen DDR-Minister für Staatssicherheit, Erich Mielke, wegen Mordes an zwei Polizisten in Jahr 1931.

31. März 1992
Bundesverteidigungsminister Gerhard Stoltenberg (CDU) tritt nach Vorwürfen wegen illegaler Panzerlieferungen an die Türkei von seinem Amt zurück.

3. Juni 1992
In Rio de Janeiro wird mit der Konferenz für Umwelt und Entwicklung das größte Gipfeltreffen der Geschichte eröffnet, dessen Ergebnisse jedoch hinter den Erwartungen zurückbleiben.

12. November 1992
Vor dem Berliner Landgericht beginnt der Prozess gegen den früheren DDR-Staatschef Erich Honecker und fünf Mitangeklagte wegen der Todesschüsse an der Berliner Mauer.

25. November 1992
Das Tschechoslowakische Parlament billigt im dritten Anlauf die Auflösung der Tschechoslowakei zum 1. Januar 1993.

3. Januar 1993
Jürgen Möllemann tritt wegen der so genannten "Briefbogen-Affäre" von seinen Ämtern als Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler zurück.

15. März 1993
Der erste FCKW- und FKW-freie Kühlschrank der Welt läuft im sächsischen Niederschmiedeberg bei der Firma Foron vom Band.

7. April 1993
Das Berliner Landgericht beschließt die Einstellung des Prozesses gegen den früheren DDR-Staats- und Parteichef Honecker wegen der schweren Erkrankung des Angeklagten. 

14. Mai 1993
Estland, Litauen und Slowenien werden in den Europarat aufgenommen, der Damit 29 Mitglieder hat. Mazedonien bekommt den Status eines Sondergastes.

1 Juli 1993
In Deutschland werden die vierstelligen Postleitzahlen durch ein fünfstelliges System ersetzt.

27. August 1993
Das brandenburgische Innenministerium verbietet per Erlass das Hissen der Reichskriegsflagge als Verstoß gegen die öffentliche Ordnung.

16. September 1993
Im Verfahren um die Todesschüsse an der innerdeutschen Grenze wird der frühere DDR-Verteidigungsminister Heinz Keßler zu siebeneinhalb Jahren Freiheitsentzug verurteilt.

20. Oktober 1993
In einem Mauerschützenprozess wird ein ehemaliger DDR-Grenzer vom Bundesgerichtshof erstmalig wegen Mordes an der innerdeutschen Grenze verurteilt.

28. Oktober 1993
Der Bundestag beschließt ein neues Namensrecht. Damit wird auch die Pflicht von Eheleuten abgeschafft, einen gemeinsamen Familienamen zu führen.

14. November 1994
Im Eurotunnel beginnt zwischen Frankreich und Großbritannien der fahrplanmäßige Eisenbahnbetrieb.

31. Dezember 1994
Die 1990 gegründete Treuhandanstalt, mit rund 14.000 ehemaligen DDR-Betrieben  größte Industrieholding der Welt, löst sich auf.

7. Juli 1995
Die Berliner Staatsanwaltschaft erbebt Anklage gegen den ehemaligen DDR-Staats- und Parteichef Egon Krenz wegen Fälschung der DDR-Kommunalwahlen vom 7. Mai 1989.

12. Dezember 1995
Das Bundesverteidigungsministerium gibt den letzten geräumten Abschnitt des so genannten Todesstreifens an der früheren innerdeutschen grenze in der Nähe von Hof / Saale für die zivile Nutzung frei.

13. Dezember 1995
der bayrische Landtag beschließt mit der CSU-Mehrheit ein Gesetz, nach dem in Grund- und Hauptschulen Bayerns auch weiterhin Kruzifixe hängen müssen.

9. Januar 1996
Der Rechtsanwalt und frühere DDR-Unterhändler Wolfgang Vogel wird vom Berliner Landgericht wegen Erpressung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Im Prozess war Vogel beschuldigt worden, ausreisewillige DDR-Bürger erpresst zu haben.

13. April 1996
Die Finanzminister der EU einigen sich auf ein neues Wähnungssystem. Der Euro soll europäische Einheitswährung werden.

5. Mai 1996
Die Brandenburger Bevölkerung entscheidet sich in einer Volksabstimmung gegen den Zusammenschluss mit dem benachbarten Bundesland Berlin.

5. Juni 1996
Der Elektrokonzern AEG wird 113 Jahre nach seiner Gründung aufgelöst.

5. Dezember 1996
Die Fusion der Länder Berlin und Brandenburg scheitert vorerst, weil sich mehr als 60% der Brandenburger bei einer Volksabstimmung dagegen aussprechen. 

17. Dezember 1996
Rebellen besetzen japanische Botschaft in Peru und nehmen 490 Geiseln.

21. Januar 1997
Bundeskanzler Helmut Kohl und der tschechische Ministerpräsident Vaclav Klaus unterzeichnen in Prag die deutsch-tschechische Aussöhnungserklärung.

24. Februar 1997
In München wird die umstrittene Ausstellung über die Verbrachen der Wehrmacht von 1941 bis 1944 eröffnet.

30. Juli 1997
Das Berliner Landgericht hebt das Todesurteil eines SS-Standgerichts vom 6. April 1945 gegen den Widerstandskämpfer Hans von Dohnanyi auf. (siehe auch: 8.4.1945)

21. August 1997
Die "Dienststelle Berlin Bundeskanzleramt" bezieht im ehemaligen DDR-Staatsratsgebäude, wo einst Walter Ulbricht und Erich Honecker residiert hatten, ihr Übergangsquartier.

26. November 1997
Das Berliner Landgericht stellt die Verfahren gegen die ehemaligen DDR-Oberen Egon Krenz und Günter Schabowski wegen Fälschung der Kommunalwahlen im Mai 1989 ein.

5. Februar 1998
Die Bundesanstalt für Arbeit gibt die Arbeitsmarktzahlen für den Monat Januar bekannt. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland erreichte mit 4,823 Millionen Erwerbslosen den höchsten Stand seit 1945.

2. April 1998
Der französische Nazi-Kollaboratuer und spätere Minister Maurice Papon wird wegen Mitschuld an Juden-Deportationen aus Bordeaux zu zehn Jahren Haft verurteilt.

23. April 1998
Der Bundestag stimmt mit großer Mehrheit für die Einführung des Euro. Ab dem 1. Januar 1999 soll die gemeinsame europäische Währung in elf Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gültig sein.

13. Mai 1998
Bundeskanzler Helmut Kohl empfängt US-Präsident Bill Clinton zu einem zweitägigen Deutschland-Besuch anlässlich der Feiern zum 50. Jubiläum der Berliner Luftbrücke.

28. Mai 1998
Nach jahrelangen Auseinandersetzungen verabschiedet der Deutsche Bundestag ein Gesetz, mit dem mehrere hunderttausend Opfer der Nazi-Justiz rehabilitiert werden.

17. Juli 1998
Der letzte russische Zar, Nicolaus II., und seine Familienmitglieder werden in St. Petersburg genau 80 Jahre nach ihrer Ermordung durch Kommunisten beigesetzt.

1. September 1998
In Deutschland, Österreich und der Schweiz tritt die Rechtschreibreform in Kraft. In der Übergangszeit bis zum 31. Juli 2005 gelten die alten Schreibweisen aber nicht als falsch, sondern nur als überholt. Die neuen Schreibweisen sind zunächst nur für Behörden und Schulen verbindlich.

September 1998
CDU/FDP-geführte Regierung unter Helmut Kohl wird nach verlorener Wahl durch eine SPD-geführte Regierung unter Gerhard Schröder unter Beteiligung der GRÜNEN (Außenminister: J. Fischer) abgelöst.

2. Dezember 1998
Die internationale Konferenz über das Vermögen von Holocaust-Opfern in Washington verständigt sich auf Prinzipien für den Umgang mit geraubten Kunstwerken.

1. Januar 1999
Im Rahmen des gemeinsamen Binnenmarktes wird der Euro als Währung eingeführt. Dieser soll ab 2001 die nationalen Währungen ablösen.

11. März 1999
Oskar Lafontaine tritt überraschend als Bundesfinanzminister und SPD-Vorsitzender zurück.

23. Mai 1999
Johannes Rau wird von der Bundesversammlung im Berliner Reichstag zum achten Bundespräsidenten seit 1949 gewählt.

7. November 1999
In Berlin wird Michail Gorbatschow für seine Rolle bei der deutschen Einheit mit der "Sonderstufe des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik" ausgezeichnet.

20. November 1999
Die Hohenzollerngruft im Berliner Dom wird nach Restaurierungsarbeiten wieder eröffnet und erstmals vollständig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

16. Dezember 1999
Helmut Kohl gibt in einem Fernsehinterview zu, in den 90er-Jahren 1,5 bis 2 Millionen Mark an Spendengeldern erhalten und nicht ordnungsgemäß verbucht zu haben.

23. Dezember 1999
Der amerikanische Luftwaffenstützpunkt Rhein-Main Air Base wird offiziell an den Frankfurter Flughafen zurückgegeben.

28. April 2000
Die Regierungschefs Polens, Deutschlands, Ungarn, Tschechiens und der Slowakei bekräftigen auf einem Treffen im Polnischen Gnesen in der "Gnesener Deklaration" ihren Willen zum Aufbau eines gemeinsamen Europas.

31. Mai 2000
Bundeskanzler Gerhard Schröder eröffnet in Hannover die erste Weltausstellung in Deutschland. Die Expo 2000 steht unter dem Motte "Mensch - Natur - Technik - eine neue Welt entsteht". 

3. März 2001
Wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit wird der ehemalige SS-Hauptsturmführer Alois Brunner in Paris in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt. Im wird der Tod von 130.000 Juden angelastet.

27. Mai 2001
Der gesamte polnische Episkopat äußert in der Warschauer Allerheiligenkirche "Bedauern und Reue" wegen des Pogroms an der jüdischen Bevölkerung der ostpolnischen Kleinstadt Jedwabne am 10. Juli 1941. (Weitere Infos unter: www.juedisches-archiv-chfrank.de/ns-crime/jedwabne.htm) oder www.hagalil.com/archiv/2001/02/jedwabne.htm).

17. Dezember 2001
In Deutschland beginnt die Ausgabe der ersten Euro-Münzen. Ausgegeben werden Säckchen mit neuen Münzen im Wert von 20 D-Mark, umgerechnet 10,23 Euro.

20. März 2002
Das weltweit erste U-Boot mit einem Antrieb auf Wasserstoff-Brennstoffzellenbasis wird bei Kieler Howaldtswerke-Deutsche Werft AG (HDW) getauft.

5. Juli 2002
Das Hamburger Landgericht verurteilt den früheren SS-Mann Friedrich Engel wegen Mordes an 59 italienischen Gefangenen im Mai 1944 zu sieben Jahren Haft.

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