Home Nach oben Inhalt / Suche Copyright Impressum
Personal um 1940
 

 
Das Buch:

Das Buch: Johannisburg in Ostpreußen. - Für weitere Infos hier klicken!

Johannisburg in Ostpreußen

 
Videos aus Masuren und dem Kreis Johannisburg. - Für weitere Infos hier klicken!
Masuren-Videos

Ortsansichten aus Brödau: Ludwig Sczuka I (11)
Hofinformationen - Personalstärke

Zur Bewirtschaftung des 280 Morgen großen Hofes war folgendes Personal erforderlich:

Hierarchie

Anzahl Personen

die Eigentümer

 
Großeltern bis 1925/1931
Eltern
Kinder
2
2
4
ständiges Hof-Personal

 
Knechte
Mägde
Hirten
2
3
1
Deputanten im Insthaus
 
Herr Suttka
Frau Suttka )*
1
1
Landarbeiter im Insthaus 2 Familien   )* 4
Landarbeiter / Käthner (hatte in Brödau eigenes Haus mit Kleintierhaltung und arbeitete auch für andere Bauern)  Herr Wilhelm Janzik )*
Frau Wilhelmine Janzik )*
 
1
1
 
maximale Gesamtanzahl 22

)* Diese Personen wurden nur im Sommer oder nach Bedarf beschäftigt.
Während der Zeit von 1939 bis 1945 wurden für die zum Kriegsdienst eingezogenen männlichen Personen von der Regierung zugewiesene Fremdarbeiter (gegen Bezahlung an die Regierung) beschäftigt.
Bis auf die Saisonarbeitskräfte mußten alle Personen mit 3 Mahlzeiten auf dem Hof und 2 Mahlzeiten außerhalb verpflegt werden.

Alle anfallenden Arbeiten mußten ohne maschinelle Hilfe erledigt werden. Für die Feldarbeit wurden Pferde - auch aus eigner Zucht - eingesetzt, da Traktoren oder andere Maschinen zu damaliger Zeit noch nicht üblich waren. Ausnahme war ein Dreschkasten. Dessen Antrieb erfolgte im Regelfall über ein Rosswerk mit bis zu 4 Pferden oder eine Lokomobile.
Ebenso gab es für den ganzen Ort noch keine Stromversorgung. Als Beleuchtung wurden bis 1945 Petroleumlampen eingesetzt.

Eine Versorgung mit Elektrizität vor 1945 wäre möglich gewesen, wurde aber - nach einer Abstimmung im Ort - aus Kostengründen nicht durchgeführt. Z.B. war der Nachbarort Köngistal bereits an das Stromnetz angeschlossen. Ebenso verfügte die Domäne Adlig Borken in Dreifelde über eine eigene Stromerzeugung in Zusammenhang mit der Brennerei.

 Die Stadt Bialla hatte schon seit 1903 Licht- und Kraftstrom. Die Preise je Kilowattstunde (je nach Verbrauch zwischen 65 Pf. und 40 Pf.) lagen jedoch im Verhältnis zur damaligen Kaufkraft (der durchschnittliche Stundenlohn eines Landarbeiters betrug um 1940 etwa 0,90 RM) sehr hoch.

Die Entscheidung der Bogumiller, zunächst auf Strom zu verzichten, kann daher wohl nachvollzogen werden, zumal zwischen 1918 und 1935 die ostpreußische Landwirtschaft eine schwierige Zeit zu bewältigen hatte. 

bullet Hof-Informationen
bullet Ortsplan Brödau
bullet Übersicht
bullet Verwandtschaften

weiterführende Informationen in:
Der redliche Ostpreuße, Kalenderbuch 1990, Seite 22-40
Dörfliche Arbeitswagen und Spazierwagen in Ostpreußen.
Der redliche Ostpreuße, Kalenderbuch 1989, Seite 71-77
Das Vielzweckgerät "Schleife" (Sommerschlitten).
Der redliche Ostpreuße, Kalenderbuch 1989, Seite 90-92
Ein Dreschtag in Ostpreußen.

Familienforschung
S c z u k a

Fam. Ludwig Sczuka I Ludwig Sczuka I Fotos um 1940 (1) Fotos um 1940 (2) Lageplan 1940 Personal um 1940

www. S c z u k a . net

Copyright © 1999-2017  W e r n e r   S c h u k a

Stand: 21. Januar 2017