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Szczuka
 

 
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Ortsgeschichte Szczuka

Der Ort Szczuka wird 1325 genannt; der Orden wies dem Bischof von Plock anstatt des Bischofsscheffels in der Michelau einen Zins an, u. a. 4 Mark in Szczuka. Die Kirche stammt aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Im 15. Jahrhundert heißt der Ort allgemein Hecht;  dies ist die Übersetzung des polnischen szczuka. Es war ein kölmisches Zinsdorf von 54 Hufen; der Pfarrer hatte 4, der Schulz 5 Freihufen. Von den Zinshufen wurden je 6 Scheffel Roggen, 3 Scheffel Hafer, 3 Scheffel Gerste, 2 Hühner und 1 Firdung entrichtet; der Krüger zinste 4 Pfund Pfeffer und der Schulze 1 Pfund Saffran [Gewürz]. - Im Kriege von 1414 erlitt Szczuka an 800 Mark, die Kirche an 100 Mark Schaden. - Der Name Hecht kommt noch 1563 vor.

Die Schwedenzeit hatte Szczuka ganz verwüstet; die Lustration von 1664 bemerkt das Fehlen jeder Einnahme an Zins. 1773 saßen hier 17 Bauern; 1789 zählte Szczuka 42 Feuerstellen. Reguliert wurden 19 Wirte, die noch 2 Forstgrundstücke von 190 Morgen und 2 Hufen Neuhöfer Wiesen erhielten.

Ein Abbau von Szczuka heißt Rybaki; der Name kommt schon anfangs des 19. Jahrhunderts vor. Die Landgemeinde umfaßt 1.024 ha. Die Schule bestand bereits 1816.

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Goldbeck 1789:

Name des Orts Szczucka
Stadt, Flecken, Kgl. u. Adl. Dorf,
Gut, Vorwerk, Kirche, Mühle, ec.
königl. Bauerdorf mit einer kathol. Kirche
Anzahl der Feuerstellen 42
Landräthlicher Kreis Michelau
Justizkreis Culm
Hauptamt- oder Domänenamtsbezirk Strasburg
Geistliche Inspection
Eingepfarrt zur Kirche
Official zu Oschik
Patron der Kirche, Gerichtsobrigkeit, Gutsbesitzer oder zu welchem Gute gehörig Patr. und G. D. der König

(siehe auch: Szczucka, Adl. Gut, 2 Feuerstellen, Kreis Pr. Stargard)
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Regierungsbezirk Marienwerder, 1820:

Name der Ortschaft Szczuka
Name des Kreises Strasburg
Bevölkerung 233
Feuerstellenzahl 37
Anmerkung -

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Gemeindelexikon der Provinz Westpreußen 1908

Name des Orts Szczuka
Landgemeinde im Kreis Strasburg / Westpreußen
Gesamtflächeninhalt 1.023,0 ha
Durchschnittlicher Grundsteuer-Reinertrag 8,35 M
bewohnte Wohnhäuser 85
Haushaltungen
     gewöhnliche von 2 und mehr Personen
     Einzellebende mit eigener Hauswirtschaft
 
102
9
Ortsanwesende Bevölkerung am 1. Dez. 1905
     überhaupt
     darunter befinden sich
          männliche Personen
     Religionsbekenntnis
          evangelische überhaupt
               davon sprechen Muttersprache deutsch
          katholische überhaupt
               davon sprechen Muttersprache
                         deutsch
                         polnisch
 
561
 
274
 
28
28
533
 
16
517
Kirchspiel
     evangelisch
     katholisch
 
Strasburg
Szczuka
Standesamtsbezirk Gorschen
Stadt- bzw. Amtsbezirk Gorschen

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Quellen:
Text: Dr. Hans Plehn, Ortsgeschichte des Kreises Strasburg, Marienwerder 1901;
Tabelle 1: Goldbeck, Topographie von Westpreußen, 1789,
VFFOW Sonderschrift 7 / II, Hamburg 1991, Seite 222;
Tabelle 2: Topographie Regierungsbezirk Marienwerder 1820,
VFFOW Sonderschrift 77, Hamburg 1994, Seite 119;
Tabelle 3: Gemeindelexikon des Königreichs Preußen, Provinz Westpreußen 1908,
VFFOW Sonderschrift 102, Hamburg 2003, Seite 130-131.

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Stand: 21. Januar 2017