Home Nach oben Inhalt / Suche Copyright Impressum Datenschutz
mit Lug und Trug
 

 
Das Buch:

Das Buch: Johannisburg in Ostpreußen. - Für weitere Infos hier klicken!

Johannisburg in Ostpreußen

 
Videos aus Masuren und dem Kreis Johannisburg. - Für weitere Infos hier klicken!
Masuren-Videos

Mit Lug und Trug vertrieb er Amtsbrüder
Unter Hinweis auf eine vorgebliche Ermächtigung des Papstes drängte Polens Primas Hlond ostdeutsche Geistliche aus ihren Ämtern

Vor 60 Jahren [1948], als sich Papst Pius XII. gegen die Vertreibungen der Deutschen einsetzt und das Heimatrecht betont, holt sich der Primas der katholischen Kirche Polens, Kardinal Augustyn Hlond, im Vatikan eine Vollmacht, die ihm gestattet, im alten Polen die frühere Bischofsverwaltung wieder einzurichten. Dieser Bitte entspricht der Heilige Stuhl, lehnt aber die von Hlond gewünschte Erweiterung auf die deutschen Ostgebiete ab, getreu der Tradition Roms, Veränderungen von Bistumsgrenzen erst nach weltlichen Regelungen vorzunehmen.

Als Hlond in den deutschen Ostgebieten ankommt, lügt er, daß er die Berechtigung aus Rom zur Ernennung apostolischer Administratoren in den deutschen Gebieten hätte.

Selbst wenn Rom ihm diese Vollmacht gegeben hätte, wäre sie für die deutschen Ostgebiete wertlos gewesen, denn Administratoren dürfen nur ernannt werden, wenn die Diözesen keinen Leiter haben. Das war hier nicht der Fall; die deutschen Diözesen waren kirchlich versorgt. Wollte Hlond seine Polonisierungspläne durchsetzen, mußte er die deutschen Diozösenleiter aus dem Amt drängen. Das tut er dann auch unter Umgehung aller Höflichkeit, geschweige denn mit der vom Papst geforderten Einhaltung des Rechts!

Die Vertreibung der deutschen Priester und Bischöfe ist ein dunkles Kapitel der polnischen Kirchengeschichte und zeigt, da der größte Teil der katholischen Priester an den Vertreibungen ihrer priesterlichen deutschen Mitbrüder, aber auch an der der deutschen Bevölkerung stark beteiligt war, wie nationalistisch und rassistisch sich die katholische Kirche Polens verhalten hat.

In einem späteren Schriftstück schreibt Hlond triumphierend: „Die religiösen Veränderungen, die in diesem Gebiet erfolgt sind, haben keine geschichtlichen Vorbilder. In nicht ganz zwei Jahren wurde die protestantische Religion aus dem Lande östlich der Oder herausgedrängt. In den unfruchtbaren Gegenden an der Ostsee beginnen die ersten Blumenknospen katholischen Lebens zu sprießen. Der römische Glaube … ist in das Herz Europas vorgerückt … Der germanische Protestantismus erhält einen erheblichen Schlag.“

Über diese Vorgänge war der polnische Episkopat bestens unterrichtet. Bisher hat man sich den Deutschen gegenüber nicht einmal zu einer Entschuldigung „hinreißen“ lassen, denn dann würde man erhebliche eigene Schuld eingestehen müssen und das Kriterium nicht erfüllen, wonach ein polnischer Priester zuerst ein Pole und dann ein Priester zu sein hat.

Wie unglaublich dreist der polnische Episkopat sich verhält, zeigt der Fortgang der Angelegenheit. Obwohl Hlond sowohl nach weltlichem wie nach kirchlichem Recht schwerste Menschenrechtsverstöße begangen hat, erhält die katholische Deutsche Bischofskonferenz mit Beginn des Jahres 1995 eine Botschaft des polnischen Episkopats des Inhalts, man wünsche in Polen den Seligsprechungsprozeß für Kardinal Hlond einzuleiten.

Das ist selbst unseren Bischöfen zu viel. In ihrer höflichen Art läßt die Bischofskonferenz unter Leitung von Kardinal Lehmann in einem Brief an die Vertriebenen der Grafschaft Glatz auf deren Anfrage wissen: „… dabei bestand Übereinstimmung, daß eine Seligsprechung des Kardinals aus deutscher Sicht keine Zustimmung finden kann. Die Bedenken der deutschen Bischofskonferenz wurden auch gegenüber dem apostolischen Stuhl zum Ausdruck gebracht.“

Kann man sich einen vergleichbaren Fall in Deutschland vorstellen?

Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt Ausgabe 33 / 16.08.2008

Familienforschung
S c z u k a

 

Deutsche Rußlandpolitik Phoenix aus der Asche ... Frieden diktieren Selbstbestimmung Seedienst-Ostpreussen Dienstantritt 1921 Macht siegte über Recht 20. Oktober 1921 Der polnische Korridor Sendestelle Danzig Die Annexion Weimarer Republik Der Arierparagraph »Jagd auf Deutsche« letztes Hindernis Polens Außenpolitik Memelland deutsch Die stillen Teilhaber Der Weg in den Krieg Die Westerplatte vergessene Opfer Stalin überfällt Polen Tausend-Bomber-Angriff WK2-»Wahrheiten« Teheraner Konferenz Operation Walküre drängten die Russen »Reiner Tisch« Großangriff 1945 Retten ... Dresden 1945 Swinemünde Stettin Potsdamer Konferenz DRK-Suchdienst Völkerrechtswidrig mit Lug und Trug Benesch-Dekrete Bierut-Dekrete Bücherverbrennung Lastenausgleich Von deutschen Schulden Die Vertreibung Dialog führen Deutsche Identität Befreiung oder was ... Die Kunst ... Die Mär von den ... Polen waren nicht nur ... Misslungener Versuch Was kostet ... Preußen verbieten? Geistiges Tagebuch Stalins Angriffspläne nur blanker Hass Zweimal alles verloren Rote Jagdkommandos Einheit ohne Osten Deutsche Tabus

www. S c z u k a . net

Copyright © 1999-2018  W e r n e r   S c h u k a

Stand: 23. Juni 2018