Das Buch:

Das Buch: Johannisburg in Ostpreußen. - Für weitere Infos hier klicken!

Johannisburg in Ostpreußen

 
Videos aus Masuren und dem Kreis Johannisburg. - Für weitere Infos hier klicken!
Masuren-Videos
 
Hermann Sudermann - Erinnerung an einen ostpreußischen Dichter - Für weitere Infos hier klicken!
Hermann Sudermann
 
Gedenkschrift - 70 Jahre LO-NRW
70 Jahre LO Landesgr. NRW
für weitere Infos hier klicken

Friedrich Wilhelm (von Brandenburg)
der Große Kurfürst

Der große Kurfürst(1) Friedrich Wilhelm trat 1640, während des Dreißigjährigen Krieges, die Herrschaft im Kurfürstentum Brandenburg an. Noch vor Kriegsende leitete er den Wiederaufbau seines im Krieg stark verwüsteten und erschöpften Landes ein, baute später ein schlagkräftiges stehendes Heer auf und reorganisierte Verwaltung und Finanzwirtschaft im Sinn des Absolutismus; seine ebenso rücksichtslose wie taktisch kluge Außenpolitik brachte ihm bedeutende Gebietsgewinne ein. Friedrich Wilhelm, genannt der Große Kurfürst, schuf die Grundlagen für den Aufstieg Brandenburg-Preußens zur Großmacht im 18. Jahrhundert.
 

(2) Friedrich Wilhelm (von Brandenburg)
genannt der Große Kurfürst, (1620-1688), Kurfürst von Brandenburg (1640-1688), legte den Grundstein für den Aufstieg Brandenburg-Preußens im 18. Jahrhundert.

Friedrich Wilhelm wurde am 16. Februar 1620 als Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm in Berlin geboren. Während des Dreißigjährigen Krieges, als schwedische Truppen gerade Brandenburg besetzt hatten, trat er die Nachfolge seines Vaters an. Da sein Land vom Krieg völlig zerstört und erschöpft war, schloss er mit Schweden einen Waffenstillstand, blieb bis zum Kriegsende weitgehend neutral und leitete den Wiederaufbau Brandenburgs ein. Im Westfälischen Frieden von 1648 erhielt Friedrich Wilhelm durch ebenso geschickte wie rücksichtslose Politik Hinterpommern mit Cammin, Minden, Halberstadt und die Anwartschaft auf Magdeburg. In der Folge suchte er sein unzusammenhängendes Territorium zu arrondieren; dazu baute er zum einen ein stehendes Heer auf, zum anderen wechselte er in der Außenpolitik je nach Nutzen bedenkenlos die Fronten. Zu Finanzierung seines Heeres errichtete er im Sinn des Absolutismus eine zentralisierte Domänen-, Steuer- und Kriegsverwaltung sowie ein merkantilistisches Wirtschaftssystem; einen entscheidenden Impuls bekam das brandenburgisch-preußische Wirtschaftsleben durch den Zuzug Tausender Hugenotten, die nach dem Edikt von Nantes aus Frankreich vertrieben worden waren und die Friedrich Wilhelm mit dem Edikt von Potsdam 1685 in Brandenburg aufnahm und hier ansiedelte.

1660 erreichte er nach dem 1. Nordischen Krieg für das Herzogtum Preußen die Unabhängigkeit von Polen – Preußen stand bislang unter polnischer Lehenshoheit; Friedrich Wilhelm war nun der mächtigste Fürst im Reich nach dem Kaiser. 1674 nahm er am Reichskrieg gegen Frankreich teil; 1675 besiegte er bei Fehrbellin die Schweden, die in Brandenburg eingefallen waren, und eroberte Vorpommern; im Frieden von Saint-Germain-en-Laye von 1679 musste er Vorpommern aber auf Drängen Frankreichs, Schwedens Verbündetem, wieder abtreten. Sein Bündnis mit Frankreich, das er inzwischen eingegangen war, gab er 1686 zugunsten einer brandenburgisch-habsburgischen Allianz auf, die bis 1740 die Grundlage der brandenburgisch-preußischen Außenpolitik bleiben sollte. Friedrich Wilhelm starb am 9. Mai 1688 in Potsdam.
 

zurück

Quelle:
Microsoft Encarta Enzyklopädie plus 2000, 1999,
Stichwort "Friedrich Wilhelm (von Brandenburg)"

Familienforschung
S c z u k a

 

www. S c z u k a . net

Copyright © 1999-2021  W e r n e r   S c h u k a

Stand: 01. Januar 2021