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Passenheim / Kr. Ortelsburg
historische Fakten

Passenheim (polnisch: Pasym, Kreis Ortelsburg / Rbz. Allenstein). Das auf der Landenge zwischen Kalben- und Lehleskersee gelegene Passenheim ist nicht wie die meisten anderen masurischen Städte aus einer Burgsiedlung hervorgegangen, sondern durch Umwandlung des wahrscheinlich vom Ermlande aus gegründeten Kirchdorfes Heinrichswalde in eine Stadtgemeinde. Am 4. August 1386 erhielt Heinrichswalde vom Hochmeister Konrad Zöllner v. Rothenstein eine städtische Handfeste und einen neuen Namen zu Ehren des obersten Spittlers und Komturs von Elbing, Siegfried Walpot v. Bassenheim. Die Stadt arbeitete sich mit Unterstützung des obersten Spittlers v. Baldersheim bald empor und wurde der wirtschaftliche Mittelpunkt des ganzen Gebietes. Im 16. und 17. Jh. mußte sie für ihre Gerechtsame harte Kämpfe mit der aufblühenden Gemeinde Ortelsburg bestehen, die sich der Abhängigkeit von der älteren Stadt zu entziehen und mit Unterstützung des Amtshauptmanns Andreas v. Eulenburg den Handel von Passenheim abzulenken suchte. Der langjährige Streit endete damit, daß Ortelsburg als existenzberechtigte Gemeinde neben Passenheim anerkannt wurde. Im Tatarenkrieg fiel Passenheim nach tapferer Abwehr mehrerer Angriffe am 19. November 1656 durch Verrat. Die Stadt ging in Flammen auf, ihre Bewohner wurden, soweit sie nicht geflüchtet waren, aufs grausamste niedergemetzelt. Zu den wenigen Geretteten, denen die Flucht über das Eis des Kalbensees gelang, gehörte der junge Christoph Hartknoch. Er war später Magister in Königsberg und dann Professor am Gymnasium in Thorn und ist vor allem durch seine Werke »Altes und Neues Preußen« und »Preußische Kirchen-Historie« bekannt geworden. Seine Landsleute haben ihm in der Kirche von Passenheim ein Epitaph errichtet. Im 17. und 18. Jh. hat Passenheim durch Kriegsnöte, Pest und Brände seine ehemalige Bedeutung mehr und mehr eingebüßt. Vor allem wurde es durch den Bau der Chaussee Bischofsburg-Willenberg und noch mehr durch die 3 km südlich der Stadt vorbeiführende Bahn Ortelsburg-Allenstein in seiner wirtschaftlichen Entwicklung schwer beeinträchtigt. Es blieb bis zur Räumung der Ostgebiete 1945 eine Kleinstadt mit ca. 2.400 Einwohnern (gegen 900 im Jahre 1782).


 

Quellen:
Fotos: Archivmaterial;
Wappen: Ostpreußische Städtewappen,
Landsmannschaft Ostpreußen e.V., Hamburg 1996, Seite 37;
Text: Handbuch der historischen Stätten Ost- und Westpreußen, 
Kröner Verlag Stuttgart, 1966-1981, Seite 168-169

weitere Informationen in:
Städte-Atlas Ostpreußen "Ortsplan Passenheim", Rautenberg Verlag 1988, Seite 124

Pasym / Passenheim , Kreis Ortelsburg
Quelle: www.youtube.com/OstpreussenTV#p/f/6/vCoV4YYj2ko

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Stand: 01. Januar 2021