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Rastenburg
 

 
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Die Kreisstadt Rastenburg
historische Fakten

Rastenburg (polnisch: Ketrzyn, Kr. Rastenburg / Rbz. Königsberg). Der Deutsche Orden hat die Burg Rastenburg an der Guber, einem Nebenfluss der Alle, etwa 1329 von Balga aus erbaut. Sie wurde 1345 von den Litauern zerstört und um 1360-1370 in Stein ausgebaut; sie ist im Ganzen noch erhalten. Vom 14. Jh. bis 1417 unterstand Rastenburg und sein Gebiet dem Komtur in Balga, von 1418-1422 dem eingesetzten Komtur in Rhein, danach war es Verwaltungsmittelpunkt für das Waldamt Leunenburg und das Kammeramt Rastenburg. Die Burg Rastenburg wurde 1528/1529 umgebaut, 1622 an der inneren Nordwestecke der steinerne sechseckige Turm errichtet. In jüngster Zeit diente die Burg Behörden als Unterkunft. Neben der Burg entwickelte sich aus Krügern und Handwerkern eine Lischke, die 1345 oppidum und Stadt genannt, aber 1345 und 1347 von den Litauern zerstört wurde. Nach dem Wiederaufbau verlieh ihr Hennig Schindekop, Komtur zu Balga, 1357 eine Handfeste über 102 Hufen zu kulmischem Recht, die 1378 erneuert wurde. In der Südwestecke entstand etwa 1359-1370 die Pfarrkirche St. Georg als Wehrkirche mit vorgelegtem Parcham, die im 15. Jh. erweitert und 1515 vollendet worden ist. Der 48 m hohe Wehrturm ist zugleich der Südwestturm der Stadtmauer. In der Südostecke des Parchams wurde 1480 die Georgskapelle erbaut. Die im Norden um 1370 angelegte Neustadt gruppierte sich um die Katharinenkirche. Zwischen ihr und dem Hohen Tor entstand die Königsberger Vorstadt. Im Süden und 0sten lag die Burgfreiheit, auf der 1391 die Kapelle des Hauptamt-Hospitals erbaut wurde. 1440 trat Rastenburg dem Preußischen Bund bei, und bei Ausbruch des 13jährigen Krieges überfielen die Bürger 1454 die Burg, 1461 ergaben sie sich dem Orden. Die Polen konnten Rastenburg 1520 nicht einnehmen. Im Jahre 1531 (29./30. Dez.) fand in Rastenburg ein Religionsgespräch statt. 1628/1629 und 1656/1657 war Rastenburg Stützpunkt der brandenburgischen und schwedischen Truppen. Seit dieser Zeit hatte Rastenburg ständig eine starke Garnison. 1674 zerstörte ein großer Brand die Stadt; im 7jährigen Kriege besetzten sie die Russen von 1758-1762 und 1807 und 1812 die Franzosen; diese plünderten die Stadt völlig aus. Seit 1818 ist Rastenburg Kreisstadt des gleichnamigen Kreises. 1819 wurden die Tore, 1820 die Katharinenkirche abgebrochen, 1831, 1837 und 1857 forderte die Cholera ihre Opfer. Der Aufstieg Rastenburgs begann mit der Gründung von Fabriken. 1843 entstanden die Eisen- und Glockengießerei Gebr. Reschke, 1847 die Mühlenwerke, nach dem Anschluß an die Eisenbahnstrecken Königsberg-Prostken (1867) und nach Lyck (1868) die Zuckerfabrik (1882), die Aktienbrauerei und Hefefabrik (1887). Im Ersten Weltkrieg besetzten die Russen die Stadt vom 27. August bis 2. September 1914. 1920 wurde in Klein Neuhof ein Predigerseminar gegründet, in Karlshof bei Rastenburg entstanden eine Heil- und Pflegeanstalt und eine Arbeiterkolonie und eine Diakonenanstalt; sämtliche Karlshöfer Anstalten wurden im März 1939 von der nationalsozialistischen Regierung enteignet. Die Stadt Rastenburg wurde 1931 durch das eingemeindete Krausendorf, ein Jahr später durch Neuendorf vergrößert. Während des Zweiten Weltkrieges entstand bei Rastenburg das Führerhauptquartier »Wolfsschanze«, wo am 20. Juli 1944 das Attentat auf Adolf Hitler verübt wurde. 1945 wurde Rastenburg, das 1939: 19.650 meist evangelische Einwohner zählte, und sich seit 1738 auf mehr als das Zehnfache vergrößert hatte, zur Hälfte zerstört (963 Häuser); es kam unter polnische, die Wolfsschanze unter sowjetische Verwaltung (Im September 1988 stand die Wolfsschanze nicht mehr unter sowjetischer Verwaltung und  war für Besucher frei zugänglich).

Quellen:
Wappen: Das Ostpreußenblatt (www.Ostpreussenblatt.de), 2000;
Foto: 10.000 Ansichtskarten, The Yorck-Project, Berlin, Stichwort: "Rastenburg", 2001;
Text: Handbuch der historischen Stätten Ost- und Westpreußen, 
Kröner Verlag, 1966-1981, Seite 185-186

Familienforschung
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Stand: 01. Januar 2021