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Die Kreisstadt Treuburg
historische Fakten

Treuburg (Marggrabowa, Oletzko, Olecko; Kr. Treuburg / Rbz. Gumbinnen). Der Kreis Treuburg mit ausgesprochenem Binnenklima war der Kältepol Ostpreußens. Er erreichte im Norden im Seesker Berg 309 m Meereshöhe. Östlich vom Seesker Höhenzug lag die sudauische Teillandschaft Merunisken, die in den Ordensurkunden vielfach genannt wird. In der späteren ausgedehnten »Wildnis« stand am Ausfluss der Lega aus dem 7 km langen Oletzkoer See eine 1559 zuerst erwähnte Jagdbude. Hier gründete am 1. Januar 1560 Herzog Albrecht eine Stadt auf 111 Hufen in regelmäßiger Anlage um den 7 ha großen Marktplatz, den größten Deutschlands, unter dem Namen Marggrabowa, d. i. Markgrafenstadt. Der Ort lebte von dem vielseitigen Marktbetrieb der zunehmend bäuerlich besiedelten Umgebung. 1619 wurde die Amtshauptmannschaft von Stradaunen hierher verlegt und das Schloß Oletzko erbaut. Außer dem Tatareneinfall von 1656 hinderten im Laufe der Zeit sechs große Brände das Aufblühen der Stadt. Nach der Pest 1709/1710 blieben von knapp 1.000 Einw. nur 38 in Treuburg. Die Stadt erholte sich im 18. Jh. langsam. 1782 hatte sie 1.620 Einw. 1818 ging der Name der Amtshauptmannschaft Oletzko auf den neugebildeten Landkreis über. Trotz vieler masurisch-polnischer Familiennamen wurden 1867 in der Stadt 4.149 deutsch und 76 masurisch sprechende Einw. gezählt. 1937 zählte man 7.200 Seelen. 1914/1915 war Treuburg vorübergehend von den Russen besetzt und arg mitgenommen, wurde jedoch noch während des Krieges wieder aufgebaut, wobei der Patenkreis Bergisch-Gladbach wertvolle Hilfe leistete. Der 20. Juli 1920 ergab in Stadt und Kreis bei 28.625 Stimmen für Deutschland nur zwei Stimmen für Polen. Am Seeufer entstand 1926 der eindrucksvolle Rundbau des Kreiskriegerdenkmals neben vorbildlichen Sportanlagen. 1928 nahm die Stadt den Namen Treuburg an; der Kreis folgte ihrem Beispiel 1933. Im zweiten Weltkrieg kam am 22. Oktober 1944 der Befehl zur Räumung des Kreises, während der Volkssturm die Stadt erst am 21. Januar 1945 verließ.

Quellen:
Wappen: Das Ostpreußenblatt (www.Ostpreussenblatt.de), 2000;
Foto: 10.000 Ansichtskarten, The Yorck-Project, Berlin, Stichwort: "Marggabowa", 2001;
Text: Handbuch der historischen Stätten Ost- und Westpreußen, 
Kröner Verlag Stuttgart, 1966-1981, Seite 231-232

Familienforschung
S c z u k a

 

Treuburg Ortsnamen

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Stand: 01. Januar 2021